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Linnemann übernimmt Amt von Warken 29.07.2026, 17:00 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Der neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann hat bei der Amtsübernahme von Nina Warken (beide CDU) seinen vollen Einsatz für ein effizientes Gesundheitswesen angekündigt. An Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums gewandt sagte er: "Mit der Expertise, wenn wir das zusammen machen, (...) kann man ein Gesundheitssystem, was mit zu den teuersten weltweit gehört, besser machen, effizienter machen, ja, vielleicht auch gerechter machen und leistungsfähiger."

"Noch nie erlebt"

Linnemann sagte über die Übernahme des Ministeriums: "Ich habe so etwas noch nie erlebt." Er räumte ein: "Vor anderthalb Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich hier stehe." Linnemann war nach seinen Worten kurzfristig von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gebeten worden, Nachfolger der künftigen Kanzleramtsministerin Warken zu werden. Dafür hat er nun das Amt des CDU-Generalsekretärs abgegeben. Im Mai 2025 hatte Linnemann in einem Interview begründet, warum er damals nicht Gesundheitsminister werden wollte, unter anderem mit den Worten: "Schuster, bleib' bei deinen Leisten."

Linnemann beschrieb sich der Ministeriumsbelegschaft als "Teamplayer", lobte die Leistungen und den Geist des Hauses und sagte: "Deswegen möchte ich mich dafür bedanken, dass ich Kollege von Ihnen sein darf." Bei der bereits angekündigten Pflegereform komm es darauf an, dass die "Alltagshelden", die fast fünf Millionen Menschen zu Hause pflegen, nicht vor den Kopf gestoßen würden.

Warkens Begrüßungsgeschenk

Zuvor übergab Warken die Amtsgeschäfte an Linnemann und bilanzierte ihre Gesetze. Sie schenkte ihm einen Werkzeugkasten, weil das Gesundheitssystem "eine Dauerbaustelle" sei und er als Minister nun viele Werkzeuge zur Gestaltung in der Hand habe.

Mit der jüngsten Krankenkassen-Reform sei der Grundstein für stabile Beiträge gelegt "und auch eine Grundlage für das Gelingen weiterer struktureller Reformen". Warken nannte unter anderem das geplante Digitalgesetz, die Pflegereform und eine Notfallreform. Sie bescheinigte Linnemann die Kenntnisse und Tatkraft, seine künftigen Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen.

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