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US-Staat könnte 90 Prozent an Spirit Airlines halten 22.04.2026, 21:30 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Die US-Regierung verhandelt Medienberichten zufolge über eine rund 500 Millionen Dollar schwere Rettungsaktion für den notleidenden Billigflieger Spirit Airlines US8485771021. Dabei könne der Staat die Option auf die Übernahme eines Anteils von bis zu 90 Prozent an der Fluggesellschaft bekommen, schrieb unter anderem die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch. Spirit hatte im vergangenen August zum zweiten Mal binnen weniger Monaten einen Insolvenzantrag gestellt - und ächzt gerade unter den hohen Kerosinpreisen als Folge des Iran-Kriegs.

US-Präsident Donald Trump hatte bereits am Dienstag angedeutet, dass der Staat Spirit unter die Arme greifen könnte. "Vielleicht sollte die Regierung in diesem Fall aushelfen", sagte er in einem Interview des TV-Senders CNBC und verwies unter anderem darauf, dass Spirit 14.000 Arbeitsplätze habe. Er würde auch gern eine Übernahme von Spirit sehen.

Firmenanteile als Gegenleistung

Die US-Regierung hatte zwar die Luftfahrt-Industrie in Krisenzeiten etwa nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 oder in der Corona-Pandemie gestützt - ein Eingreifen zugunsten eines einzelnen Unternehmens wäre aber eine ungewöhnliche Aktion.

Trump hatte in seiner zweiten Amtszeit allerdings erhöhte Bereitschaft demonstriert, den Staat Anteile an Unternehmen im Gegenzug für Finanzhilfen übernehmen zu lassen. So bekam die US-Regierung einen Anteil von rund zehn Prozent am Chipriesen Intel als Ausgleich für bereits zuvor unentgeltlich zugesagte Milliarden-Subventionen.

Gescheiterte Übernahme

Die Krise bei Spirit gilt als hausgemacht. Der Chef des deutlich größeren Konkurrenten United Airlines US9100471096, Scott Kirby, sagte etwa, das Problem liege im Geschäftsmodell - und die hohen Kerosinpreise hätten die Entwicklung nur beschleunigt. Spirit sollte 2022 vom Rivalen Jetblue US4771431016 übernommen werden - aber Wettbewerbshüter der damaligen Regierung von Präsident Joe Biden zogen dagegen vor Gericht und ein Richter blockierte den Deal.

Die Regierung könnte nach aktuellen Überlegungen Spirit eine Finanzierung von rund 500 Millionen Dollar gewähren und im Gegenzug die Aussicht auf Firmenanteile bekommen, berichteten unter anderem auch das "Wall Street Journal" und CNBC. Welche Beteiligung der Staat am Ende halten solle, sei noch nicht endgültig geklärt, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

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