Meyer Werft bleibt fürs Erste in staatlicher Hand 23.12.2025, 06:30 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

HANNOVER (dpa-AFX) - Niedersachsens Landesregierung hat es mit einem Verkauf der vom Staat geretteten Meyer Werft nicht eilig. "Die Werft ist jetzt hervorragend aufgestellt. Das Unternehmen ist stabil. Wir sind aber noch mitten in der Sanierungsphase, auch wenn die Beschäftigung weit darüber hinaus gesichert ist", sagte Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. "Deswegen sehe ich derzeit keinen Handlungsbedarf, an der Eigentümerstruktur etwas zu ändern. Es wäre falsch, die Sicherheit, die wir der Werft gegeben haben, jetzt infrage zu stellen."

Großauftrag von bis zu zehn Milliarden Euro

Mitte Dezember hatten Bund und Land sowie die Meyer Werft einen Großauftrag der Reederei MSC Cruises vorgestellt: Bis 2033 soll die Werft vier Kreuzfahrtschiffe bauen, mit einer Option auf zwei weitere bis 2035. Der Auftrag hat einen Umfang von bis zu zehn Milliarden Euro.

"Die akute Krise ist überstanden. Zum ersten Mal nach vielen Jahren können die Kolleginnen und Kollegen der Werft wieder mit großer Zuversicht nach vorne blicken", sagte Lies. Dass die Meyer Werft jetzt Aufträge habe, die sie bis 2035 auslasten, sei angesichts der Krise in der Wirtschaft eine echte Ausnahme.

"Der Werftleitung mit Belegschaft und Betriebsrat und der IG Metall ist es mit Unterstützung von Land und Bund gelungen, die Meyer Werft zu stabilisieren - und das ohne betriebsbedingte Kündigungen. Das ist ein Riesenerfolg", sagte der Regierungschef weiter. Der Auftrag von MSC Cruises zeige, mit welcher Qualität bei Meyer Kreuzfahrtschiffe gebaut werden.

Wulff soll zwischen Familie Meyer und Management vermitteln

Medienberichten zufolge knirscht es allerdings zwischen der Eigentümerfamilie Meyer, die noch 20 Prozent am Unternehmen hält, und dem aktuellen Management. Der frühere Bundespräsident und niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff solle daher als Mediator vermitteln, heißt es.

Der Bund und das Land Niedersachsen hatten vor gut einem Jahr jeweils 40 Prozent der Anteile an der finanziell angeschlagenen Meyer Werft übernommen. Dafür flossen insgesamt 400 Millionen Euro. Zudem gewährleisteten sie einen Kreditrahmen von insgesamt 2,6 Milliarden Euro./cwe/DP/zb

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Weitere News

Gestern 23:08 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 23:03 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:41 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:40 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:17 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:05 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer