Milchviehhalter schlagen Alarm

Betriebsaufgaben drohen 31.10.2025, 05:47 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

FREISING (dpa-AFX) - Deutsche Milchviehhalter befürchten angesichts des Preisrutsches bei Milchprodukten wie Butter gravierende wirtschaftliche Folgen bis hin zur Betriebsaufgabe. Weil zugleich die Milchanlieferung deutlich ansteige, sei klar, "dass sich bei dieser Gemengelage das Preissenkungskarussell weiterdrehen wird" sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM), Karsten Hansen, einer Mitteilung zufolge. "Wer da noch von normalen Schwankungen spricht, ignoriert die wirtschaftliche Realität der Milchviehbetriebe."

Der Verband organisiert nach eigenen Angaben rund ein Drittel der aktiven deutschen Milcherzeuger mit etwa 40 Prozent der in Deutschland erzeugten Milch. "Wir bilden mit unseren Mitgliedern die Milchviehhaltung regional und strukturell repräsentativ für Deutschland ab", heißt es auf der Webseite des Verbandes. "Wir haben uns 1998 gegründet, weil wir uns durch den Deutschen Bauernverband nicht vertreten sahen."

"Viel geliefert, zu wenig erlöst - das bedeutet schlicht Verluste"

In einer Marktkrise auf "Selbstheilung" zu setzen, bedeute, "auf einen erzwungenen Rückgang der Milchanlieferung zu warten - erzwungen durch die zunehmenden Liquiditätsprobleme der Betriebe und verbunden mit weiteren Darlehen oder gar Betriebsaufgaben", fügte Hansens Vorstandskollegin Ursula Trede hinzu.

"Was hilft es uns, dass die Preissenkungen im Handel möglicherweise einen leichten Nachfrageanstieg zur Folge haben, wenn unsere Erzeugungskosten nicht annähernd gedeckt werden können? Viel geliefert, zu wenig erlöst - das bedeutet schlicht Verluste für uns Milchviehhalter", sagte Trede.

Butter so günstig wie lange nicht

Für ein 250-Gramm-Päckchen Butter zahlen Kundinnen und Kunden in Supermärkten und bei Discountern derzeit nur noch 1,39 Euro. Schon zum dritten Mal innerhalb von sechs Wochen haben die Handelsketten die Preise ihrer Eigenmarken gesenkt. Butter ist damit so günstig wie lange nicht - nachdem sie Ende 2024 noch auf einen Rekordpreis gestiegen war.

Seit Oktober 2024 ist die Butternotierung an der für die Branche wichtigen Kemptner Börse nach BDM-Angaben um 35 Prozent gefallen. Bei Käse seien die Notierungen um 28 Prozent gesunken. "Gleichzeitig übersteigt die Milchanlieferung von Erzeugungsseite die Vorjahreslinie um inzwischen 6,5 Prozent", betont der Verband./kf/DP/zb

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Weitere News

Gestern 22:43 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:36 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:24 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:23 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:19 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:19 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:18 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer