Millionenschaden nach Einbruch - Verband bittet um Geduld 24.02.2026, 13:13 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

MÜNSTER (dpa-AFX) - Zwei Monate nach dem Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen mit einem Millionen-Schaden hat Liane Buchholz um Geduld gebeten. Die Präsidentin des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe (SVWL) warb bei der Jahrespressekonferenz des Verbandes darum, die Ermittlungen abzuwarten.

"Erst wenn verlässliche Ergebnisse vorliegen, lassen sich die richtigen Schlüsse ziehen", sagte Buchholz. Sie könne die Spekulationen über die Summe der gestohlenen Inhalte und den Tatverlauf verstehen. "Ich bitte jedoch um Verständnis dafür, dass sich die Sparkasse selbst und auch wir nicht daran beteiligen können."

Plus bei der Bilanz

Bei den Bilanzzahlen bleibt der Verband der 43 Sparkassen in Westfalen-Lippe auf Wachstumskurs. Im Vorjahresvergleich gab es 2025 ein Plus von 2,4 Prozent auf 170,6 Milliarden Euro. Vergleichbar ging es bei den an die Kunden ausgegeben Kredite hoch. Hier gab es im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 2,6 Prozent auf 121,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb am Ende ein Gewinn von knapp 900 Millionen Euro für die Sparkassen übrig. Das ist ein Plus von über 13 Prozent.

Bei den Krediten für Firmenkunden spricht der Verband von einer Erholung. 2025 lag der Bestand mit 65,6 Milliarden Euro 2,2 Prozent über dem Vorjahr. Die Zusagen von Krediten gibt der Verband mit 11,7 Milliarden Euro an. Das ist ein Plus von 19,2 Prozent. Das Niveau von 2022 mit 13,6 Milliarden Euro sei damit aber noch nicht wieder erreicht.

Die Zahl der Beschäftigten der Sparkassen in Westfalen-Lippe stieg leicht um knapp 290 auf 21.889 im Jahr 2025, während es weiter einen Rückgang bei den Geschäftsstellen gab. Hier sank die Zahl von 1.025 im Jahr 2024 und auf 1.008 im vergangenen Jahr.

Mehr Insolvenzen

Ein Frühindikator für die Banken sind die Insolvenzen. Die haben im Bereich der Sparkassen in Westfalen-Lippe bis Oktober 2025 um 17,2 Prozent auf 5.479 Fälle zugenommen. Buchholz rechnet damit, dass sich die Firmenpleiten mit einer Verzögerung von ein bis zwei Jahren auswirken. 2024 mussten noch 268 Millionen Euro bei den Krediten wegen Insolvenzen abgeschrieben werden, im vergangenen Jahr waren es 190 Millionen Euro./lic/DP/jha

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