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Ministerium

Keine Gefahr für Düngemittel im Frühjahr 15.04.2026, 16:12 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Das Bundesagrarministerium sieht nach den Preissprüngen für Düngemittel infolge des Iran-Kriegs vorerst keine akuten Engpässe für die deutschen Bauern. Die Lager für Stickstoffdünger seien Anfang 2026 gut gefüllt gewesen, da die Händler Ende 2025 vergleichsweise große Mengen eingekauft hätten, antwortete das Ressort auf schriftliche Abgeordnetenfragen aus dem Bundestag. Der Handel schätze, dass die Landwirtschaftsbetriebe etwa 60 bis 80 Prozent ihres saisonalen Stickstoffdünger-Bedarfs gesichert haben.

Die durch den Konflikt am Persischen Golf verursachten Marktverwerfungen stellten für die Düngerversorgung der anstehenden Frühjahrsaussaat in Deutschland nach Kenntnis des Ministeriums "keine Gefahr" dar, erläuterte das Ressort. Die weiteren Entwicklungen hingen von der Dauer der Krise ab. Bei einer längeren Dauer sei davon auszugehen, "dass die Preisentwicklungen auf dem Öl- und Gasmarkt sich stärker auch auf den deutschen Düngemittelmarkt und insbesondere auf die kommende Anbauperiode 2026/2027 auswirken".

Folgen für die Getreideernte?

Aufgrund gestiegener Preise seien die landwirtschaftlichen Betriebe bei neuen Düngemittelkäufen aktuell zurückhaltend, erklärte das Ministerium. Dies könnte sich gegebenenfalls auf folgende Düngegaben und damit auch auf die Qualität der diesjährigen Getreideernte auswirken. Die Bundesregierung beobachte die Märkte für Lebensmittel und Düngemittel sehr aufmerksam. Mittelfristig könnten Herstellungs-, Verarbeitungs- und Transportkosten steigen. Belastbare Zahlen und Prognosen dazu lägen dem Ministerium noch nicht vor.

Die Tagespreise für Stickstoffdünger seien zuletzt stark gestiegen. Besonders betroffen sei Harnstoff, der in granulierter Form nach Daten der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft im März durchschnittlich knapp 690 Euro je Tonne gekostet habe. Dies entspreche einem Anstieg um 167 Euro je Tonne im Vergleich zum Januar. Die Preise für andere Düngemittel wie Phosphat, Kalium und Kalk hätten sich im Vergleich dazu weniger stark verteuert.

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