Nach Reformen

Argentinien kehrt an den Finanzmarkt zurück 05.12.2025, 15:48 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 1

BUENOS AIRES (dpa-AFX) - Nach fast acht Jahren kehrt Argentinien mit der Ausgabe von vierjährigen Staatsanleihen an den internationalen Kapitalmarkt zurück. Die Papiere in US-Dollar mit einer jährlichen Verzinsung von 6,5 Prozent werden in der nächsten Woche verkauft, teilte Wirtschaftsminister Luis Caputo mit. Mit den Einnahmen sollen im kommenden Jahr auslaufende Schuldtitel abgelöst werden.

Wegen der hohen Verschuldung und der mangelnden Kreditwürdigkeit war Argentinien in den vergangenen Jahren vom regulären Finanzmarkt weitgehend abgeschnitten. Zum bislang letzten Mal hatte das südamerikanische Land im Januar 2018 Staatsanleihen in Dollar am internationalen Kapitalmarkt platziert. Frisches Geld kam seither vor allem vom Internationalen Währungsfonds (IWF), bei dem Argentinien mit mehr als 40 Milliarden US-Dollar in der Kreide steht.

"Es ist wichtig, wieder Zugang zu den Märkten zu erhalten"

Der IWF verlangte zuletzt von seinem größten Schuldner, umfangreichere Dollarreserven bei der Zentralbank aufzubauen. "Es ist wichtig, wieder Zugang zu den Märkten zu erhalten, denn wenn wir die fälligen Schulden refinanzieren, kann die Zentralbank nun jeden Dollar, den sie kauft, behalten. Damit ist die Debatte über den Aufbau von Reserven beendet", sagte Wirtschaftsminister Caputo im Fernsehsender A24.

Argentiniens ultraliberaler Präsident Javier Milei hat der zweitgrößten Volkswirtschaft Südamerikas ein radikales Sparprogramm verordnet. Er senkte Subventionen auf Gas, Elektrizität und den öffentlichen Nahverkehr, entließ Tausende Staatsbedienstete und legte öffentliche Bauvorhaben auf Eis. Dadurch gelang es ihm, den Staatshaushalt auszugleichen und die Inflation deutlich zu senken./dde/DP/jsl

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Carl25, 7. Dez 9:04 Uhr
Haben wohl alle schon vergessen :Es kann nur jedem geraten werden diese Papiere nicht zu kaufen: Argentinien hat im Jahre 2001 einen Bankrott von ca . 120 Mrd USD hingelegt. Später wurden Privatlanleger gezwungen auf mehr als als 70 % ihres eingesetzen Kapitals als auch aller Zinsen zu verzichten.Um die Gläubiger dazu zu bewegen diesem "Ungebot" doch zuzustimmen erließ Argentien 2005 das "Lock Law"womit festgelegt wurde ,daß es bis 2015 kein verbessertes Angebot geben dürfe . Wer diesen extremen Haircut nicht hinnehmen wollte , hat alles verloren.Es gab auch nach 2015 kein besseres Angebot. Während die multilateralen Kreditgeber Weltbank, Interam. Entwicklungsbank etc. ausgezahlt wurden ,wurde die rechtlich schwache Position der Privatgläubiger komplett ausgenutzt und diese juristisch mit allen Mitteln bekämpft. Auch große Pensionsfonds -sogar aus Argentinien selbst- oder andere institutionellen Anleger fielen um ihre gesamte Anlage um.Alles pfändbare Auslandsvermögen Argentiniens wurde beiseite geschafft damit Gläubiger darauf nicht zugreifen konnten. Der ehem. Präsident Nestor Kirchner hat Anleger sogar als Spieler verunglimpft die ins Argentinische Casino gegangen sind und eben verloren haben. Bis heute kämpfen Anleger ihr Geld. Argentinien zahlt bis heute nichts . Argentinien betrachtet die Sache -natürlich - als erledigt.

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