Nach Spionage-Urteil

London bestellt Chinas Botschafter ein 07.05.2026, 19:53 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Nach Schuldsprüchen gegen zwei Doppelstaatler wegen Spionage hat das britische Außenministerium den chinesischen Botschafter einbestellt. Zuvor hatte ein Geschworenengericht die beiden Männer wegen Unterstützung eines ausländischen Geheimdienstes für schuldig befunden.

Die chinesisch-britischen Doppelstaatler sollen mit polizeilichen Methoden Demokratie-Aktivisten aus Hongkong nachgestellt haben, wie die britische Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal in London berichtete. Bei den Betroffenen soll es sich unter anderem um den Demokratie-Aktivisten Nathan Law gehandelt haben.

Eine der beiden Männer arbeitete für den britischen Grenzschutz. Der 40-Jährige soll seinen Zugang zu Datenbanken des Innenministeriums missbraucht haben, um in Großbritannien lebende Regierungskritiker aufzuspüren. Er wurde zusätzlich wegen Amtsmissbrauchs verurteilt. Bei dem anderen Mann handelte es sich um einen 65 Jahre alten früheren Polizisten aus Hongkong. Das Strafmaß steht noch aus.

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