Anzeige
+++Lithium-Geheimtipp: Milliardenkonzern Sibanye startet Europas Lithium-Mine – profitiert jetzt dieser Nachbar?+++
Nach Treffen mit Reiche

China mahnt Deutschland zu Fairness 02.07.2026, 12:56 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Vor dem Hintergrund wachsender Handelsspannungen hat China Deutschland nach dem Treffen zwischen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Handelsminister Wang Wentao zur Fairness gemahnt. Angesichts des zunehmenden Protektionismus sollten Deutschland und China freien Handel unterstützen, den gegenseitigen Marktzugang ausweiten und ein faires, offenes und diskriminierungsfreies Geschäftsklima für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen schaffen, sagte der Sprecher des Handelsministeriums, He Yadong, in Peking.

Wang hatte am Sonntag in Brüssel mit der CDU-Politikerin gesprochen gefolgt von einem Treffen mit EU-Handelskommissar Maros Sefcovic am Montag. Darin ging es um Chinas Exportkontrollen auf seltene Erden und daraus gefertigte Magnete sowie die Fortsetzung handelspolitischer Gespräche.

Reiche will Ausschuss mit China

Beim Treffen mit Reiche hatte Wang laut Handelsministerium erklärt, China hoffe auf eine aktive Rolle Deutschlands in der EU, um Brüssel zu einer "rationalen Haltung" in der Handelspolitik mit China zu bewegen. Nach Reiches Antrittsbesuch Ende Mai in Peking einigten sich Deutschland und China demnach, möglichst bald einen gemeinsamen Wirtschaftsausschuss wieder ins Leben zu rufen.

Laut Sefcovic hatte ihm Wang zugesichert, dass die bestehenden Exportkontrollen die Lieferketten der EU nicht beeinträchtigen würden. Was dies genau umfasst, erklärte Behördensprecher He auf Nachfrage nicht. Beide Seiten begannen zudem neue Handels- und Investitionskonsultationen, um Handelskonflikte zu entschärfen.

Experte: EU-Mitglieder an Umkehrpunkt

Die EU hat mit China wegen der hohen chinesischen Exporte nach Europa ein enormes Handelsdefizit. Laut Sefcovic schrumpft parallel der Marktanteil europäischer Firmen in China. In der EU wurden zuletzt unter anderem neue Zusatzzölle auf Importe aus China erwogen, sollte es in den Handelskonflikten zu keiner Annäherung kommen.

"Angesichts der Bedrohung für die europäische Industrie scheint unter europäischen Staats- und Regierungschefs das Gefühl der Dringlichkeit einen Umkehrpunkt erreicht zu haben", sagte China-Analyst Gabriel Wildau von der Beratung Teneo. Mittlerweile ist ihm zufolge klar, dass Peking nicht die Absicht hat, einseitig gegen das vorzugehen, was Brüssel als grassierende industrielle Überkapazitäten ansieht.

Die EU-Gespräche fielen zudem mitten in eine enorme Hitzewelle in Europa, die die Nachfrage nach Klimaanlagen ankurbelte und erneut Abhängigkeiten von China zeigte. In der Branche sind chinesische Konzerne wie der Haushaltswarenhersteller Midea stark vertreten. Mit mehr als 200.000 Split-Geräten habe sich der Absatz in diesem Jahr gemessen am Vorjahreszeitraum verdoppelt, sagte Mideas Europachef für Klimaanlangen, Xiong Xueqin, chinesischen Medien.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer