Neue Schweinepest-Fälle nahe Hessen

Sperrzone wird größer 09.05.2026, 16:12 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Nach dem Fund mehrerer an Afrikanischer Schweinepest (ASP) verendeter Wildschweine außerhalb des bisherigen Seuchengebiets im Sauerland wird die Sperrzone vergrößert. Das teilte das Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf mit.

Hintergrund der Maßnahme sei, dass inzwischen vier nachweislich an der Tierseuche verendete Wildschweine in Netphen-Grissenbach im Kreis Siegen-Wittgenstein gefunden worden seien - und damit außerhalb der bereits seit dem vergangenen Sommer eingerichteten Zone mit besonderen Schutzmaßnahmen.

Das Gebiet werde weiter intensiv nach Kadavern abgesucht, hieß es weiter. Ein Tier war am 1. Mai gefunden worden, drei weitere am vergangenen Donnerstag. Erste Untersuchungsergebnisse belegten inzwischen das ASP-Virus bei diesen Fällen.

Um zu verhindern, dass das Virus sich weiter ausbreiten kann, gelten in den Sperrzonen abgestufte Maßnahmen für Landwirte, Jäger und die Bevölkerung. So dürfen Wanderwege nicht verlassen werden. Für Schweinebauern gelten eingeschränkte Vermarktungsmöglichkeiten.

Auch der Verlauf neuer Zäune wird angepasst

In welchen Gebieten genau nun strengere Maßnahmen verhängt werden, sei noch Gegenstand der Abstimmung zwischen den beteiligten Kreisen. Weil die zuletzt infizierten Wildschweine nahe der Landesgrenze zu Hessen entdeckt wurden, stehe man auch in engem Austausch mit den hessischen Behörden, so ein Sprecher des NRW-Landwirtschaftsministeriums.

Dabei stimme man sich auch über gemeinsame Maßnahmen zum Bau von Zäunen ab. Mitte April war mit dem Bau eines zweiten Zaunes begonnen worden. Diese laufenden Arbeiten würden an die neuen Funde angepasst.

Bisher rund 600 Tiere positiv getestet

Seit dem ersten Fund eines mit ASP infizierten Wildschweinkadavers bei Kirchhundem im Kreis Olpe im Juni 2025 wurden in NRW laut dem Landesamt für Verbraucherschutz und Ernährung rund 600 Tiere positiv getestet - bislang alle in den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und im Hochsauerlandkreis. Landesweit mehr als 46.000 Tiere wurden negativ getestet.

Für Menschen und andere Tiere ist das Virus ungefährlich. Für Haus- und Wildschweine verläuft eine Infektion jedoch fast immer tödlich. Ist ein Hausschwein erkrankt, muss in der Regel der gesamte Bestand getötet werden. Es drohen wirtschaftliche Einbußen und Handelsrestriktionen.

Anders als in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens, etwa im Münsterland und Ostwestfalen, gibt es in der bisher betroffenen waldreichen Region vergleichsweise wenige schweinehaltende Betriebe.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer