Norbert Himmler als ZDF-Intendant wiedergewählt 13.03.2026, 11:21 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

MAINZ (dpa-AFX) - Norbert Himmler bleibt Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF). Der 55-Jährige erhielt bei der Wahl im Fernsehrat des öffentlich-rechtlichen Senders in Mainz im ersten Durchgang die erforderliche Mehrheit. Himmler war der einzige Bewerber, die ursprünglich ebenfalls zur Wahl zugelassene TV-Journalistin Floria Fee Fassihi hatte ihre Kandidatur wieder zurückgezogen.

Himmler hat den Chefposten im Frühjahr 2022 angetreten, seine aktuelle Amtszeit endet im März 2027. Nun kann er für weitere fünf Jahre an der Spitze des ZDF mit seinen rund 6.000 Mitarbeitern planen.

Für die Wahl im Fernsehrat, einem gesetzlich vorgesehenen Kontroll- und Beratungsgremium des Senders, war eine Drei-Fünftel-Mehrheit der 60 Mitglieder erforderlich, das entspricht 36 Stimmen. Für Himmler votierten in geheimer Wahl 48 der 53 anwesenden Mitglieder bei zwei Enthaltungen und drei Nein-Stimmen. Im Fernsehrat sitzen Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Gruppen, er befasst sich unter anderem mit Programmbeschwerden.

Ein "ZDF für alle"

Himmler hatte zuvor bei den Fernsehratsmitgliedern für seine Wiederwahl geworben. Unter dem Motto "ein ZDF für alle" skizzierte er die Vorhaben für die kommenden Jahre. Es soll unter anderem mehr Angebot für Kinder und Jugendliche geben. Das ZDF wolle außerdem nah an den Menschen sein und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, sagte Himmler. "Ohne Akzeptanz können wir unseren Auftrag nicht erfüllen."

So könnten mehr Sendungen außerhalb des Sendezentrums in Mainz aufgezeichnet werden, um präsenter vor Ort zu sein. Das ZDF wolle vielfältige Perspektiven aufzeigen und unvoreingenommen berichten, sagte der Intendant.

Bei seiner ersten Wahl 2021 war Himmler erst im dritten Wahlgang erfolgreich gewesen, nachdem die Mitbewerberin, die ARD-Journalistin Tina Hassel, ihre Kandidatur zurückgezogen hatte. Zuvor war Himmler Programmdirektor des ZDF gewesen - wie schon sein Vorgänger auf dem Intendantenposten, Thomas Bellut.

Das ZDF zählt zu den größten Rundfunkanstalten in Europa. Finanziert wird es über den Rundfunkbeitrag, derzeit müssen 18,36 Euro im Monat pro Haushalt bezahlt werden./hus/DP/jha

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