Anzeige
+++Bohrstart JETZT angelaufen: American Pacific startet 15.000m-Bohrprogramm: Jagd auf den Tiefen-Jackpot beginnt+++
Nordzucker

Rote Zahlen trotz guter Rübenernte 28.05.2026, 11:55 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Nordzucker ist trotz guter Rübenernte in die roten Zahlen gerutscht. Im vergangenen Geschäftsjahr 2025/26 verbuchte der Zuckerproduzent einen operativen Verlust vor Zinsen und Steuern von 226 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Braunschweig mitteilte. Im Vorjahr waren es noch 100 Millionen Euro Gewinn gewesen. Grund waren die niedrigen Zuckerpreise in Europa und weltweit.

"Die Zuckerbranche ist aktuell von einer extrem herausfordernden Marktlage betroffen", sagte Vorstandschef Lars Gorissen. "Zwei sehr hohe Ernten in Folge in Europa haben ein deutliches Überangebot verursacht, das die Preise massiv unter Druck gesetzt hat." Hinzu komme ein rückläufiger Zuckerkonsum. Bei Nordzucker lag die verarbeitete Menge bei rund 2,8 Millionen Tonnen Zucker aus Rüben. Das sei zwar etwas weniger gewesen als im Vorjahr, liege aber weiter auf einem insgesamt hohen Niveau.

Niedrige Preise lassen Umsatz schrumpfen

Wegen der niedrigeren Zuckerpreise schrumpfte der Umsatz im Geschäftsjahr 2025/26, das Ende Februar zu Ende gegangen war, deutlich: von 2,77 Milliarden Euro im Vorjahr auf noch 2,34 Milliarden Euro. Unterm Strich verbuchte das Unternehmen einen Jahresfehlbetrag nach Steuern von knapp 172 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch gut 84 Millionen Euro Überschuss gewesen.

Der Verlust fiel sogar noch größer aus als zuletzt befürchtet: Im Januar hatte Nordzucker noch mit einem operativen Minus im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich gerechnet. Jetzt wurde es sogar dreistellig. Darin enthalten seien 160 Millionen an Bestattungen durch Sondereffekte. Das Unternehmen verzeichnete damit nach eigenen Angaben "ein historisch niedriges Ergebnis".

Auch in diesem Jahr weiter rote Zahlen

Mit einer Rückkehr in die Gewinnzone rechnet das Unternehmen erst im kommenden Geschäftsjahr 2027/28. Ziel sei es, dann wieder ein positives operatives Ergebnis zu erzielen. Im derzeit laufenden Geschäftsjahr 2026/27, das am 1. März begonnen hat, rechnet Nordzucker dagegen erneut mit roten Zahlen. Der operative Verlust soll aber geringer ausfallen als zuletzt und im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen.

Zur Entlastung des Markts habe Nordzucker die Anbaufläche reduziert. Das Unternehmen gehe daher davon aus, dass sich die Balance zwischen Angebot und Nachfrage verbessern werde und mit dem neuen Anbaujahr eine schrittweise Erholung des Preisniveaus einsetze.

Helfen sollen zudem die bereits laufenden Kostensenkungsmaßnahmen. Diese zeigten bereits Wirkung, dennoch "konnten die negativen Markteffekte im Berichtsjahr nicht vollständig ausgeglichen werden", sagte Finanzvorstand Alexander Bott.

An 19 europäischen und australischen Standorten beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die deutschen Standorte befinden sich in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer