NRW

Warnstreiks an vielen Schulen und einigen Unikliniken 21.01.2026, 06:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

ESSEN//KÖLN/AACHEN (dpa-AFX) - An vielen Schulen hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) angestellte Lehrkräfte zu Warnstreiks aufgerufen. Sie geht davon aus, dass es durch die Arbeitsniederlegungen heute an einigen Schulen zu Einschränkungen beim Unterricht kommen kann.

Welche Schulen sind betroffen?

In Gelsenkirchen, Köln, Münster sowie der Region Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen sind Aktionen geplant. In diesen Städten und Kreisen werden Beschäftigte an allen Schulen zur Teilnahme aufgerufen. Dabei geht es nicht nur um Lehrer. Die Warnstreiks beziehen auch etwa Sozialpädagogen und Schulsozialarbeiter ein.

Was sollten Eltern machen?

Das Schulministerium rät Eltern, auf Informationen der Schule zu achten. Die Schulen seien bemüht, im Rahmen der personellen Möglichkeiten eine Aufsicht und Betreuung der Schüler sicherzustellen. Beamtete Lehrkräfte dürften sich nicht an Streiks beteiligen und stünden grundsätzlich weiter zur Verfügung.

Was sollten Autofahrer beachten?

Bei elf Tunneln im Zuge von Bundes- und Landesstraßen müssen Auto- und Lkw-Fahrer mit Sperrungen bis Mittwoch 16 Uhr rechnen. Solche langen Tunnel müssen aus Sicherheitsgründen überwacht werden. Verdi hat zum Warnstreik in der Tunnelleitzentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW aufgerufen. Der Landesbetrieb informiert im Internet in einer Übersicht über die Tunnel.

Gibt es Einschränkungen an Unikliniken?

An der Uniklinik Düsseldorf geht ein dreitägiger Warnstreik weiter, der am Dienstag begonnen hat. Streikbedingt müssten in dem Zeitraum einige der geplanten Aufnahmen verschoben werden, teilte die Uniklinik im Internet mit. Ungefähr die Hälfte der OP-Säle ist den Klinikangaben zufolge in Betrieb.

Außerdem startet an der Uniklinik Essen ein zweitägiger Warnstreik. Zu möglichen Auswirkungen äußerte sich ein Kliniksprecher im Vorfeld nicht. Für Donnerstag ist ein Warnstreik an der Uniklinik Aachen geplant. Verdi geht davon aus, dass dort etwas mehr als der Hälfte der Operationen ausfallen werden.

Um was geht es?

Verdi fordert für die mehr als 920.000 Tarifbeschäftigten der Länder sieben Prozent mehr Einkommen - mindestens aber 300 Euro mehr. Von Länderseite waren die Forderungen wegen knapper Länderhaushalte wiederholt als überzogen zurückgewiesen worden. Allerdings war von Arbeitgeberseite auch Zuversicht zu hören, dass ein Abschluss im Februar zustande kommen könnte./vd/DP/zb

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