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Ölpreise geben weiter nach - Hoffnung auf Fortschritte bei Friedensverhandlungen 23.06.2026, 08:37 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gefallen. Im Vergleich zum Wochenstart fielen die Kursverluste im frühen Handel aber geringer aus. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zur Lieferung im August ging um mehr als ein Prozent auf 76,77 US-Dollar zurück. Am Freitag war der Preis für Nordseeöl noch über 80 Dollar gehandelt worden.

Rohöl der Sorte Brent notierte damit nur noch knapp über dem tiefsten Stand seit Anfang März, der in der vergangenen Woche bei 76,54 Dollar erreicht worden war. Auslöser für den jüngsten Preisrückgang am Ölmarkt sind Verhandlungen über ein Ende des Iran-Kriegs, nachdem sich die USA und der Iran zuvor in einem Rahmenabkommen auf eine Waffenruhe verständigen konnten.

Zuletzt hatten beide Länder von Fortschritten bei den Verhandlungen für ein Kriegsende gesprochen. Allerdings stehe bei den Verhandlungen noch ein langer Weg bevor, sagte die Rohstoffhändlerin Rebecca Babin vom kanadischen Vermögensverwalter CIBC Private Wealth. Ihrer Einschätzung nach könnte es sein, dass der Markt bereits einen Überschuss an Rohöl einpreise, noch bevor dieser tatsächlich eintritt.

Andere Experten gehen davon aus, dass es infolge der Gespräche zwischen den USA und dem Iran zu stärkeren Preisschwankungen am Markt kommen kann, je nach Verhandlungsstand. Besonders empfindlich reagieren die Notierungen auf Nachrichten, die die Straße von Hormus betreffen. Die Meerenge soll nach der bisher getroffenen Rahmenvereinbarungen für Handelsschiffe vorerst befahrbar sein.

Jüngste von der Nachrichtenagentur Bloomberg ausgewertete Schifffahrtsdaten belegen, dass am Wochenende Millionen Barrel Öl durch die Meerenge transportiert wurden. Die Meerenge ist eine für die Weltwirtschaft bedeutende Route für die Lieferung von Rohöl aus den Förderstaaten am Persischen Golf. Die Blockade der Straße von Hormus infolge des Iran-Kriegs hatte den Ölpreis im März zeitweise über 120 Dollar je Barrel getrieben.

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