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Original-Research: Deutsche Grundstuecksauktionen AG - von GBC AG
29.01.2026 / 10:00 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service
der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.
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Einstufung von GBC AG zu Deutsche Grundstuecksauktionen AG
Unternehmen: Deutsche Grundstuecksauktionen AG
ISIN: DE0005533400
Anlass der Studie: Research Comment
Empfehlung: Kaufen
Kursziel: 12,85 EUR
Kursziel auf Sicht von: 31.12.2026
Letzte Ratingänderung:
Analyst: Matthias Greiffenberger, Cosmin Filker
Geschäftsjahr 2025 klar über Erwartung
Die Deutsche Grundstücksauktionen AG hat im Geschäftsjahr 2025 ein deutlich
besseres operatives Bild geliefert als zuletzt erwartet und die eigene
Zielmarke von 80 Mio. EUR Objektumsatz klar übertroffen. Mit einem
Gruppenobjektumsatz von rund 90,88 Mio. EUR (VJ: 73,87 Mio. EUR) entspricht dies
einem Zuwachs von gut 23% gegenüber dem Vorjahr und bestätigt die bereits in
früheren Aussagen adressierte Marktbelebung im zweiten Halbjahr 2025. Auch
die bereinigten Nettoeinnahmen aus Aufgeldern und Provisionen legten mit
rund 8,10 Mio. EUR (VJ: 7,43 Mio. EUR) um etwa 9% zu und bewegen sich damit
oberhalb der zuletzt unterstellten Entwicklung.
Treiber der positiven Abweichung war vor allem ein außergewöhnlich starkes
viertes Quartal. Nach der Zwischenmeldung Mitte Dezember konnte der
Objektumsatz nochmals signifikant ausgeweitet werden, da bis zum Jahresende
sowohl Nachverkäufe aus zurückliegenden Auktionen als auch zusätzliche
Maklertransaktionen realisiert wurden. Bereits zuvor war darauf hingewiesen
worden, dass sich Finanzierungsprozesse insbesondere bei größeren und
gewerblich geprägten Objekten verlängern und Auktionserfolge zunehmend
zeitversetzt realisiert werden. Diese Dynamik hat sich im Schlussquartal
klar bestätigt. Käufer sichern sich häufiger zunächst Finanzierungszusagen
und treten erst im Nachverkauf in den Kaufvertrag ein. In mehreren Fällen
konnten so auch komplexere Transaktionen noch erfolgreich beurkundet werden.
Ergänzend profitierte die Gruppe im zweiten Halbjahr von einem sehr starken
Maklergeschäft. Bis in die letzten Tage des Jahres wurden größere
Wohnanlagen, unter anderem im Berliner Umland, vermittelt. Einzelne
Transaktionen, die ursprünglich erst für 2026 erwartet worden waren, fielen
damit noch ergebniswirksam in das abgelaufene Geschäftsjahr und
unterstreichen die zusätzliche Ergebnisdynamik aus diesem Geschäftsbereich.
Auf Ebene der Tochtergesellschaften zeigt sich ein differenziertes,
insgesamt jedoch positives Bild. Während Muttergesellschaft, Sächsische und
Westdeutsche Grundstücksauktionen sowie Plettner & Brecht spürbar zulegten,
dürfte die Norddeutsche Grundstücksauktionen AG erneut ein negatives
Ergebnis ausweisen. Für den Großteil der Gesellschaften wird jedoch ein sehr
gutes bzw. verbessertes Ergebnis erwartet, sodass sich auf Konzernebene eine
klare Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr abzeichnet.
Die Verkaufsquote ging im Jahresvergleich auf 80,8% (VJ: 84,3%) zurück, was
aus unserer Sicht kein strukturelles Nachfragesignal darstellt. Der Rückgang
ist maßgeblich auf die bewusste Reduzierung sehr niedrigpreisiger Objekte
zurückzuführen, die in der Vergangenheit vor allem im Onlinegeschäft für
hohe Quoten sorgten, jedoch nur begrenzt zur Wertschöpfung beitrugen.
Entsprechend sank die Anzahl der verkauften Immobilien deutlich, während der
Objektumsatz signifikant anstieg. Die Entwicklung bestätigt damit die
strategische Fokussierung auf wertigere Objekte.
Auf Ergebnisebene kommt es im Zuge einer bewusst strengeren Bilanzpolitik zu
erhöhten Forderungsbereinigungen. Diese reflektieren aus unserer Sicht
primär eine beschleunigte Aufarbeitung von Altlasten aus den Jahren 2022 bis
2024 und erhöhen die Transparenz sowie die Qualität der Ertragsbasis. Der
Effekt ist zeitlich begrenzt und ändert nichts daran, dass operativ ein
klarer Fortschritt erzielt wurde. Entsprechend rechnen wir trotz dieser
Bereinigungen mit einem gegenüber dem Vorjahr verbesserten Jahresergebnis,
wobei die finale Ergebnishöhe erst mit Abschluss der Jahresabschlussarbeiten
feststehen wird.
Für den weiteren Ausblick gehen wir von einer fortschreitenden
Stabilisierung des Immobilienmarktes aus. Nach den deutlichen
Preisrückgängen der vergangenen Jahre erwarten wir eine moderate Erholung
mit überschaubaren Wachstumsraten. Während in urbanen Kernlagen und deren
Umland weiterhin Nachfrageüberhänge bestehen, bleiben ländliche Regionen
heterogen. Hohe Baukosten und restriktive Finanzierungsbedingungen begrenzen
die Neubautätigkeit und begünstigen das provisionsbasierte, bilanzschlanke
Auktionsmodell der DGA, das ohne eigene Immobilienrisiken auskommt.
In Summe bestätigt das Geschäftsjahr 2025 die operative Wende der Deutschen
Grundstücksauktionen AG. Steigende Objektumsätze, anhaltende Kostendisziplin
und eine sich normalisierende Marktaktivität bilden aus unserer Sicht eine
solide Basis für eine nachhaltige Ergebnisverbesserung. Vor diesem
Hintergrund bestätigen wir unser Kursziel von 12,85 EUR sowie unser Rating
Kaufen.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=6d21c53a7335e6afca0315415da26134
Kontakt für Rückfragen:
GBC AG
Halderstraße 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
research@gbc-ag.de
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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR
Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher
Interessenkonflikt gegeben: (5a,7,11); Einen Katalog möglicher
Interessenkonflikte finden Sie unter:
https://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung
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Fertigstellung: 28.01.2026 (16:30 Uhr)
Erste Weitergabe: 29.01.2025 (10:00 Uhr)
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Originalinhalt anzeigen:
https://eqs-news.com/?origin_id=c6e56bc0-fc46-11f0-8534-027f3c38b923&lang=de
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