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Original-Research

SBF AG (von GBC AG): Kaufen 27.10.2026, 10:00 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
SBF 2,34 EUR +0,21 % L&S Exchange
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Original-Research: SBF AG - von GBC AG



27.10.2026 / 10:00 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service
der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.



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Einstufung von GBC AG zu SBF AG



     Unternehmen:               SBF AG
     ISIN:                      DE000A2AAE22



     Anlass der Studie:         Researchstudie (Anno)
     Empfehlung:                Kaufen
     Kursziel:                  8,05 EUR
     Kursziel auf Sicht von:    31.12.2027
     Letzte Ratingänderung:
     Analyst:                   Marcel Goldmann, Cosmin Filker



Operative Margenerholung im 1. HJ 2026 fortgesetzt, mittelfristige Rückkehr
zu profitablem Wachstum erwartet



Das vergangene Geschäftsjahr 2025 des SBF-Konzerns war v.a. gekennzeichnet
durch ein schwieriges Umfeld und herausfordernde Marktbedingungen
(Projektverschiebungen etc.). In Anbetracht dessen musste SBF im
abgelaufenen Geschäftsjahr einen signifikanten Umsatzrückgang um 13,8% auf
40,70 Mio. EUR (VJ: 47,20 Mio. EUR) hinnehmen. Trotz rückläufiger Umsatzerlöse
und Sonderbelastungen aus Restrukturierungen hat das Unternehmen dank eines
positiven Ergebnisbeitrags aus dem (Rail-)Kernsegment und
Profitabilitätsverbesserungen im Elektronik-Segment eine nahezu Verdopplung
des EBITDA auf 1,04 Mio. EUR (VJ: 0,56 Mio. EUR) erzielt. Korrigiert um Sonder-
und Einmaleffekte wurde sogar ein bereinigtes EBITDA von 2,84 Mio. EUR (VJ:
3,93 Mio. EUR) erreicht.



Im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres 2026 musste SBF aufgrund
schwieriger Rahmen- und Marktbedingungen (verhaltene
Investitionsbereitschaft bei den Kommunen, geringere Abrufe wegen
Projektverzögerungen etc.) einen signifikanten Umsatzrückgang um 9,6% auf
19,81 Mio. EUR (1. HJ 2025: 21,92 Mio. EUR) hinnehmen. Demgegenüber konnte der
Konzern dank einer optimierten Kostenstruktur eine mehr als Verdreifachung
des EBITDA auf 1,60 Mio. EUR (1. HJ 2025: 0,50 Mio. EUR) erzielen. Gleichzeitig
verbesserte sich die EBITDA-Marge auf ca. 8,0% (1. HJ 2025: ca. 2,0%). Auch
das Nettoergebnis wurde auf 0,61 Mio. EUR (1. HJ 2025: -0,70 Mio. EUR)
verbessert.



Mit der Ende September 2026 veröffentlichten Ad-hoc-Meldung über die
vorläufige Insolvenzverwaltung eines Kunden hat der SBF-Konzern seine
bisherige Ergebnisprognose gesenkt. Aufgrund eines daraus erwarteten
Forderungsausfalls und eines damit verbundenen negativen Ergebniseffekts von
0,80 Mio. EUR bis 1,0 Mio. EUR rechnet die Gesellschaft für das aktuelle
Geschäftsjahr nun mit einem EBITDA in einer Bandbreite von 0,90 Mio. EUR bis
1,50 Mio. EUR (zuvor: 1,80 Mio. EUR bis 2,40 Mio. EUR). Hinsichtlich ihrer
Umsatzguidance geht SBF weiterhin von Umsatzerlösen in einer Bandbreite von
38,0 Mio. EUR bis 41,0 Mio. EUR aus.



Um auf den Wachstumskurs zurückkehren zu können, kann der SBF-Konzern auf
einen umfangreichen Auftragsbestand von zuletzt 98,5 Mio. EUR (Stand: Juli
2026) zurückgreifen, der mit einem geschätzten Anteil von rund 85,0 Mio. EUR
(GBCe) primär auf das Bahntechnik-Kernsegment entfällt.



Angesichts der reduzierten Ergebnisguidance des Unternehmens haben wir
ebenfalls unsere bisherige Umsatz- und Ergebnisprognose für das aktuelle
Geschäftsjahr gesenkt. Wir rechnen nun für diese Geschäftsperiode mit einem
Umsatz und EBITDA von 39,02 Mio. EUR (zuvor: 45,11 Mio. EUR) bzw. 1,31 Mio. EUR
(zuvor: 4,67 Mio. EUR) und somit mit einer EBITDA-Marge von 3,4%.



Vor dem Hintergrund der unter unseren Erwartungen liegenden
Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2026 haben wir trotz des weiterhin
starken Auftragsbestands auch unsere bisherige Umsatz- und Ergebnisprognose
für das Folgejahr 2027 gesenkt. Für dieses Geschäftsjahr erwarten wir eine
wesentlich geringere Wachstumsdynamik und folglich einen moderaten Umsatz-
und starken EBITDA-Anstieg auf 40,61 Mio. EUR (zuvor: 50,33 Mio. EUR) bzw. 3,58
Mio. EUR (zuvor: 6,31 Mio. EUR). Das von uns prognostizierte Wachstum sollte
dabei primär aus der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in der Elektronik-
und Infrastruktursparte resultieren, da wir mit einer vorübergehenden
Konsolidierung im Bahntechnik-Kernsegment (wegen von uns erwarteter
auslaufender Großprojekte) rechnen. Aufgrund der zum Halbjahr deutlich
verbesserten Kostenbasis rechnen wir entsprechend mit einer
EBITDA-Margenerholung auf 8,8%.



Für das darauffolgende Geschäftsjahr 2028, das wir erstmals in unseren
detaillierten Schätzzeitraum aufgenommen haben, kalkulieren wir, basierend
auf dem umfangreichen Auftragsbestand (geschätzter Rail-Anteil des
Juli-2026-Auftragsbestands: ca. 85,0 Mio. EUR) und erwarteten signifikanten
Umsatzimpulsen aus dem Infrastruktur-Sondervermögen, mit einem Umsatz- und
EBITDA-Zuwachs auf dann 44,10 Mio. EUR bzw. 4,91 Mio. EUR. Entsprechend sollte
das prognostizierte Wachstum v.a. durch die Rail- und Infrastruktur-Sparte
befeuert werden. Parallel hierzu sollte sich die EBITDA-Marge weiter
verbessern können auf dann 11,1%.



Als mittel- und langfristigen Wachstumstreiber für den SBF-Konzern sehen wir
nach wie vor die verstärkten Investitionen in die (europäische) Bahn bzw.
Bahninfrastruktur sowie die öffentliche Infrastruktur. In diesem
Zusammenhang sollte die SBF-Gruppe vor allem von den ambitionierten
Wachstumsplänen ihrer Hauptkunden im Bahntechnik-Kernsegment profitieren
können. An dieser Stelle ist insbesondere Stadler Rail mit ihrem im
aktuellen Geschäftsjahr angepeilten Umsatzsprung auf erstmals über 5,0 Mrd.
CHF (erwartetes Umsatzplus: >35,0%) hervorzuheben. Darüber hinaus sollte die
SBF-Gruppe unserer Einschätzung nach über ihre Lunux-Sparte an den in den
kommenden Jahren in der Realwirtschaft ankommenden finanziellen Mitteln aus
dem Infrastruktur-Sondervermögen partizipieren können.



Auf Basis unserer angepassten Umsatz- und Ergebnisprognosen haben wir unser
bisheriges Kursziel auf 8,05 EUR (zuvor: 9,85 EUR) je Aktie gesenkt.
Kurszielsenkend wirkte auch die Erhöhung der Kapitalkosten (WACC) infolge
des angestiegenen risikofreien Zinssatzes (auf 3,5% statt zuvor 3,0%).
Kurszielerhöhend wirkte hingegen der eingetretene sogenannte
Roll-Over-Effekt und der hieraus resultierende neue Kurszielhorizont
31.12.2027 (statt bisher 31.12.2026). In Bezug auf das aktuelle Kursniveau
vergeben wir damit weiterhin das Rating "Kaufen" und sehen ein hohes
Kurspotenzial in der SBF-Aktie.





Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
https://nwr.eqs-cockpit.com/fncls2.ssx?fn=redirect&u=15068933841c4e448308e49372b5f4db



Kontakt für Rückfragen:
GBC AG
Halderstraße 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
research@gbc-ag.de
++++++++++++++++



Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR
Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher
Interessenkonflikt gegeben: (5a, 5b, 7, 11); Einen Katalog möglicher
Interessenkonflikte finden Sie unter:
https://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung



Hinweis zu Issuer-Sponsored Research: Vorliegende Researchstudie ist
Issuer-Sponsored Research und wurde in Übereinstimmung mit dem
EU-Verhaltenskodex (EU Code of Conduct) für Issuer-Sponsored Research
erstellt.
+++++++++++++++



Fertigstellungsdatum: 27.10.2026 (7:30 Uhr)
Datum der ersten Weitergabe: 27.10.2026 (10:00 Uhr)



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Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate
News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
Originalinhalt anzeigen:
https://eqs-news.com/?origin_id=39bf8b7a-d1d3-11f1-9d22-0a083a71a9ab&lang=de



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2422656 27.10.2026 CET/CEST




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