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Germany Trade & Invest / Japan vor Unterhauswahl: Absolute Mehrheit für ... 06.02.2026, 09:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Japan vor Unterhauswahl: Absolute Mehrheit für wirtschaftspolitischen

Kurswechsel?

Berlin, Tokyo (GTAI) (ots) - Am Sonntag, den 8. Februar 2026 stehen in Japan

Wahlen zum Unterhaus des Parlaments an. Laut Umfragen dürfte die seit 1955 fast

ununterbrochen regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) als Sieger vom Platz

gehen. Zwar hält sich deren Beliebtheit aufgrund von Finanzskandalen, Inflation

und seit Jahren stagnierenden Reallöhnen in Grenzen. Dennoch hofft die seit

Oktober 2025 amtierende Premierministerin Takaichi, dass die Popularität ihrer

Regierung hilft, Sitze im Unterhaus dazuzugewinnen. Dies will sie als Mandat

nutzen, um ihre Politik stärker durchzusetzen. Prognosen zufolge dürfte die seit

Oktober 2025 in einer Koalition mit der Japan Innovation Party regierende LDP

bei der Wahl eine absolute Mehrheit der Sitze im Unterhaus erzielen. Zurzeit

erreicht sie das - nach einem schwachen Wahlergebnis im Jahr 2024 - nur ganz

knapp zusammen mit ihrem Koalitionspartner.

"Takaichi steht politisch dem langjährigen japanischen Ministerpräsidenten Abe

nahe. In ihrer Politik setzt sie stärker als ihre Vorgänger auf Verteidigung,

wirtschaftliche Sicherheit und staatliche Investitionen zur Stärkung von Japans

Wirtschaft in Bereichen wie Halbleiter und künstliche Intelligenz.", sagt Frank

Robaschik von Germany Trade & Invest (GTAI) in Tokyo.

"Mit einer Mehrheit im Unterhaus kann die Regierung klare Schwerpunkte im

Staatshaushalt setzen, also etwa Subventionen an Industriezweige verteilen, die

sie fördern will", so der Japan-Experte. Für Gesetzesvorhaben könnte sie

aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Oberhaus des japanischen Parlaments weiter

auf eine Zusammenarbeit mit der Opposition angewiesen sein. Es sei denn, die

Koalition bekommt eine Zweidrittelmehrheit im Unterhaus des Parlaments. Dann

könnte das Unterhaus die Opposition im Oberhaus überstimmen.

"Für Deutschland ist Japan der drittgrößte Handelspartner außerhalb Europas und

ein wichtiger Wertepartner. Zudem ist die viertgrößte Volkswirtshaft der Welt

einer der größten Investoren weltweit. In Deutschland ist Japan der größte

asiatische Investor. Zum Geschäft in Japan noch Kooperationen auf Drittmärkten",

erklärt Frank Robaschik.

"Weitere von der japanischen Regierung geförderte Investitionen in Japan etwa im

Halbleiterbereich dürften zu mehr Nachfrage nach Vorprodukten aus Deutschland

führen. Zudem glänzt Japans Wirtschaft zurzeit mit Stabilität in unruhigen

Zeiten", so Robaschik weiter.

Weitere Informationen finden Sie in den GTAI-Beiträgen zur Wirtschaft in Japan

(https://www.gtai.de/de/trade/japan-wirtschaft) .

Pressekontakt:

Esad Fazlic

T +49 30 200099 151

mailto:esad.fazlic@gtai.de

http://twitter.com/gtai_de

http://youtube.com/gtai

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/74441/6211609

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