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INTERHYP AG / Interhyp-Leistbarkeitsstudie 2026: So denken die Deutschen ... 10.06.2026, 07:51 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Interhyp-Leistbarkeitsstudie 2026: So denken die Deutschen über den Immobilienmarkt München (ots) -

- Wahrnehmung der Leistbarkeit sinkt: 46 Prozent der Deutschen bewerten Immobilien in ihrer Region als "kaum leistbar" (2025: 39 Prozent) - Budgets werden größer: Das durchschnittlich kalkulierte Budget für den Erwerb/Bau einer Immobilie steigt deutlich auf rund 384.000 Euro (2025: ca. 349.000 Euro) - Falsche Anspar-Annahme: Über die Hälfte der Kaufinteressierten unterschätzt die Dauer des Ansparprozesses - jeder Dritte benötigt tatsächlich über zehn Jahre - Politik als Unsicherheitsfaktor: 70 Prozent der Befragten empfinden die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage als Erschwernis beim Immobilienkauf

Die Menschen schätzen den Kauf einer Immobilie zunehmend als herausfordernd ein. Das zeigt die repräsentative Leistbarkeitsstudie von Interhyp, für die über 1.000 Käuferinnen und Käufer sowie Planerinnen und Planer befragt wurden. Während sich die Wahrnehmung der Leistbarkeit verschlechtert und Unsicherheit zunimmt, passen sich Kaufinteressierte zunehmend an die Marktrealität an.

"Der Wunsch nach Wohneigentum ist in Deutschland ungebrochen, aber die Leistbarkeit ist zuletzt bei einigen Kaufinteressierten unter Druck geraten", sagt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe. "Die Ergebnisse unserer Leistbarkeitsstudie zeigen die Auswirkungen der neuen Marktrealität: Die Menschen planen mit höheren Budgets, fühlen sich aber gleichzeitig durch die politische Lage und die Preisentwicklung verunsichert. Gerade in einer solchen Phase macht eine tiefgehende Beratung den Unterschied."

Leistbarkeit unter Druck: Die gefühlte Hürde wird höher

Die Einschätzung der Leistbarkeit von Immobilien hat sich im Vergleich zum Vorjahr eingetrübt. 46 Prozent der Befragten geben an, dass Immobilien in ihrer Wunschregion "kaum leistbar" seien - ein Anstieg um sieben Prozentpunkte gegenüber 2025. Dem gegenüber stehen nach wie vor rund 50 Prozent der Befragten, die angeben, der Erwerb einer Immobilie wäre "mittel bis sehr leicht leistbar". Besonders kritisch blicken die "Planer" (Menschen, die in den nächsten ein bis zwei Jahren kaufen wollen) auf den Markt: 52 Prozent von ihnen empfinden eine Immobilie in ihrer Wunschregion für sie persönlich als schwer oder gar nicht leistbar. In der Gruppe der "Käufer" (Menschen, die in den letzten fünf Jahren eine Wohnimmobilie gekauft haben), sagen nur 23 Prozent im Rückblick, der Kauf war "schwer oder kaum leistbar". Der Großteil der "Käufer" (76 Prozent) gibt dagegen an, der Immobilienkauf in ihrer Wunschregion war "mittel bis sehr leicht leistbar".

Marktbild: Weniger Entspannung, weniger Spielraum

39 Prozent der Befragten nehmen den Immobilienmarkt als "überdreht" wahr (2025: 35 Prozent). Rund 69 Prozent gaben an, dass die Preise in den vergangenen 12 Monaten weiter gestiegen sind - eine Entlastung bei den Immobilienpreisen spüren nur noch 26 Prozent (minus sieben Prozentpunkte zum Vorjahr). Zudem schwinden die Verhandlungsspielräume in der Wahrnehmung der Befragten: 42 Prozent - und damit fünf Prozentpunkte weniger - sehen aktuell größere Verhandlungsspielräume für Käufer als noch vor einem Jahr. Besonders deutlich wird die Diskrepanz bei den Preisvorstellungen: 83 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Verkäufer weiterhin an überholten, zu hohen Preisen festhalten.

Trotz Unsicherheit: Budgets steigen deutlich an

Das wieder höhere Zins-Niveau und die dadurch gestiegenen Finanzierungskosten spiegeln sich auch in den kalkulierten Budgets wider: Das durchschnittlich kalkulierte Budget für den Erwerb oder Bau einer Immobilie ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen - von rund 348.800 Euro auf nun 383.900 Euro.

Was das Objekt angeht, haben die Befragten klare Präferenzen: Für mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) kommt eine unsanierte Bestandsimmobilie nicht in Frage. Als Gründe werden vor allem der große Aufwand und unkalkulierbare Kosten angegeben. Die Präferenz für sanierte Bestandsimmobilien (90 Prozent) und Neubauten (83 Prozent) ist dagegen deutlich höher. "Natürlich bedeutet eine unsanierte Bestandsimmobilie mehr Aufwand, aber dieser Aufwand kann sich lohnen", so Jörg Utecht. "Wir sehen gerade bei Immobilien mit einer niedrigeren Energieeffizienz einen größeren Verhandlungsspielraum beim Kaufpreis. Es kann sich also lohnen, die anstehenden Modernisierungskosten im Vorfeld genau durchzurechnen und sie anschließend in das Angebot an den Verkäufer einfließen zu lassen".

Falsche Anspar-Annahmen beim Eigenkapital

Ein zentrales Thema der Studie 2026 ist der Aufbau von Eigenkapital. Hier bildet das regelmäßige Ansparen aus dem Einkommen für den Großteil Befragten (67 Prozent) die Grundlage. Besonders bei den "Planern" fällt jedoch auf, dass sie deutlich häufiger auf Geldanlagen wie ETFs oder Aktien setzen als "Käufer" (46 Prozent "Planer" vs. 29 Prozent "Käufer"). Auch die Bereitschaft zum Verzicht und Einschränkungen im Alltag ist bei der Gruppe der "Planer" mit 43 Prozent stark ausgeprägt. Gleichzeitig gibt fast jeder vierte "Käufer" an, dass ein Erbe oder eine Schenkung beim Aufbau des nötigen Eigenkapitals für den Kauf der Immobilien geholfen hat.

Was zudem auffällig ist. Viele Kaufinteressierte unterschätzen den Faktor Zeit: 54 Prozent der "Planer" glauben, ihr Anspar-Ziel in weniger als fünf Jahren zu erreichen. Die Erfahrung der tatsächlichen "Käufer" zeigt jedoch: Zwei von drei "Käufern" (65 Prozent) benötigten länger als fünf Jahre, jeder Dritte sogar über zehn Jahre.

Die monatliche Rate als unbekannte Größe

Die Wahrnehmung der Leistbarkeit von Immobilien ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen - beruht bei vielen Kaufinteressierten aber nach wie vor mehr auf Annahmen, denn auf konkreten Berechnungen. Nur rund 34 Prozent der "Planer" haben ihre tragbare monatliche Rate im Detail konkret ausgerechnet. "Leistbarkeit ist eine höchst individuelle Rechnung", erklärt Utecht. "Dass zwei Drittel der Interessierten ohne Kenntnis ihrer konkreten finanziellen Möglichkeiten suchen, führt oft zu Enttäuschungen bei der Objektauswahl. Nur wer seine monatliche Belastungsgrenze kennt, kann im aktuellen Markt erfolgreich agieren."

Politik und Wirtschaft als Unsicherheitsfaktor

Wer aktuell eine Immobilie kauft, kauft in einer Zeit wirtschaftlicher und politischer Unsicherheit. Laut den Ergebnissen Studie geben 70 Prozent der Befragten an, dass die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage den Immobilienkauf erschwert. Dies führt zu einer abwartenden Haltung: Jeder dritte "Planer" (34 Prozent) ist unsicher, ob er im aktuellen Umfeld überhaupt aktiv werden soll.

Jörg Utecht verbindet diese Zahlen mit einem Appell an die Entscheidungsträger: "Die Politik muss einen Rahmen schaffen, der Wohneigentum wieder breiter ermöglicht - durch weniger Bürokratie, aber verlässliche Förderangebote und gezielte Entlastungen, etwa bei der Grunderwerbsteuer und beim Eigenkapitalaufbau. Gerade für junge Familien sind das entscheidende Voraussetzungen."

Fazit von Interhyp-CEO Jörg Utecht:

"Für den Immobilienkauf 2026 ist es wichtiger denn je, die eigenen finanziellen Möglichkeiten im Detail zu kennen und Angebote zu vergleichen. Wer die richtigen Stellschrauben bei Eigenkapital, Förderung und Tilgung kennt, kann sich den Traum vom Eigenheim auch heute erfüllen."

Über die Leistbarkeitsstudie 2026

Zum fünften Mal in Folge hat die Interhyp Gruppe untersucht, wie Menschen in Deutschland die Leistbarkeit von Immobilien einschätzen. In einem quantitativen Online-Fragebogen wurden im April 2026 1.019 Teilnehmende befragt. Die Studie ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung zwischen 25 und 65 Jahren, die in den vergangenen fünf Jahren eine Immobilie gekauft haben, aktuell auf der Suche sind und in den nächsten ein bis zwei Jahren kaufen wollen oder das in den vergangenen ein bis zwei Jahren versucht haben.

Über Interhyp:

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an die Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -Vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2025 ein Finanzierungsvolumen von 26,4 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform HOME sowie kundenorientierten Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an über 140 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.

Pressekontakt:

Valeria Honal, Senior Unternehmenssprecherin, Interhyp AG, August-Everding-Straße 24, 81671 München, Telefon: +49 (89) 20307 1281, E-Mail: presse@interhyp.de; https://www.interhyp.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/12620/6291399 OTS: INTERHYP AG

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