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KfW / KfW Research: Deutschland fällt bei Ausgaben für Forschung und ... 15.01.2026, 09:00 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

KfW Research: Deutschland fällt bei Ausgaben für Forschung und

Entwicklung stark zurück

Frankfurt am Main (ots) -

- Seit 2019 stagnieren die inflationsbereinigten FuE-Ausgaben in Deutschland

- Länder wie Südkorea, Japan und die USA dagegen erhöhen ihre FuE-Investitionen

deutlich

- Gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen notwendig

Deutschland fällt bei seinen Ausgaben für Forschung und Entwicklung im

internationalen Vergleich immer weiter zurück. Seit 2019 stagnieren die

inflationsbereinigten Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) hierzulande.

Dagegen haben andere führende FuE-Nationen diese Investitionen deutlich

gesteigert.

Seit 2019 haben etwa Unternehmen in China ihre FuE-Ausgaben um real 43 Prozent

gesteigert. In den USA, Südkorea und Japan beläuft sich dieser Zuwachs noch auf

immerhin 25, 21 beziehungsweise acht Prozent. In Deutschland entwickelten sich

die FuE-Ausgaben der Unternehmen dagegen während der Corona-Pandemie zunächst

rückläufig und haben sich bis 2023 - das ist der aktuellste Wert, den es für

internationale Vergleiche gibt - lediglich auf ein minimales Plus von knapp 0,5

Prozent erholt.

Das sind Ergebnisse eines umfangreichen Chartbooks mit Daten zum

Innovationsökosystem in Deutschland, das KfW Research erstellt hat.

Auch bei FuE-Ausgaben im Wissenschaftssektor - also etwa von Universitäten und

Forschungsinstituten - fällt Deutschland zurück. Gegenüber 2019 sind sie um real

fünf Prozent gesunken. In China, Südkorea und Japan hingegen gab es einen

Anstieg um 33, 26 beziehungsweise neun Prozent. In den USA belief sich der

Zuwachs auf immerhin sechs Prozent.

"Eine Ursache für die anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft ist ein

rapider technologischer Wandel und ein relativer Verlust der

Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen bei neuen Technologien", sagt Dr.

Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. "Ein nachhaltiger Aufschwung der

deutschen Wirtschaft kann nur gelingen, wenn das deutsche Innovationssystem, und

damit auch der Unternehmenssektor, wieder Anschluss an die internationale Spitze

findet."

Dabei verfüge Deutschland weiterhin über ein leistungsfähiges

Innovationsökosystem - das aber zunehmend unter Druck gerate, so Schumacher

weiter. Noch weist Deutschland die vierthöchsten FuE-Ausgaben weltweit auf.

"Seit Ausbruch der Corona-Pandemie hält Deutschland jedoch nicht mit der

Ausweitung der FuE-Anstrengungen in anderen Ländern schritt."

Zudem werden die FuE-Ausgaben in Deutschland stark von Großunternehmen und

Unternehmen aus traditionellen Industriebranchen wie dem Automobilsektor

getätigt. "Es wäre wichtig, dass gezielte Maßnahmen der Wirtschaftspolitik die

Innovationsfähigkeit auch mittelständischer Unternehmen steigern. Außerdem muss

Deutschland mehr auf die Potenziale neuer Technologien setzen. Das geht unter

anderem durch eine gezielte Förderung von Start-ups", sagt Schumacher.

Das ganze Chartbook zum Innovationsökosystem ist zu finden unter KfW Research

Chartbook KfW (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Ko

nzernthemen/Research/KfW-Research-Chartbook/)

Die KfW unterstützt im Auftrag des Bundes den Mittelstand mit zahlreichen

Förderprogrammen. Weitere Informationen unter Wir stärken den Mittelstand (https

://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Mittelstand-st%C3%A4rken.html

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emitteilung.na.na.journalisten.na)

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KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Nina Luttmer,

Tel. +49 69 7431 41336

E-Mail: mailto:nina.luttmer@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/6196706

OTS: KfW

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