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KfW / KfW Research: Mittelstand beklagt steigenden Konkurrenzdruck aus China 26.02.2026, 09:32 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

KfW Research: Mittelstand beklagt steigenden Konkurrenzdruck aus China

Frankfurt am Main (ots) -

- Fast jeder fünfte Mittelständler sieht sich steigendem Wettbewerb aus der

Volksrepublik ausgesetzt

- Vor allem das Verarbeitende Gewerbe und der Handel spüren Konkurrenz über

günstige Preise und steigende Qualität

- Mehr als 40 Prozent der global tätigen Mittelständler rechnen mit

Verschlechterung ihrer Wettbewerbsposition

Der deutsche Mittelstand sorgt sich um seine internationale Konkurrenzfähigkeit.

Eine Sonderbefragung zum KfW-Mittelstandspanel im September 2025 ergab: Mehr als

40 Prozent aller im globalen Wettbewerb stehenden deutschen Mittelständler

rechnen mit einer Verschlechterung ihrer Wettbewerbsposition in den kommenden

drei Jahren - das sind gut doppelt so viele wie zweieinhalb Jahre zuvor. Nur 23

Prozent gehen von einer Verbesserung ihrer Wettbewerbsposition aus - im März

2023 waren es noch 35 Prozent.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen ihre Zukunft pessimistisch beurteilen,

steigt stark, wenn sie direkte Wettbewerber in China haben oder wenn sie

besonders energieintensiv produzieren. Die Wahrscheinlichkeit einer

optimistischen Zukunftseinschätzung dagegen steigt deutlich, wenn Unternehmen

kontinuierlich Forschung und Entwicklung betreiben - und sich damit am

Wettbewerb um Innovationen aktiv beteiligen.

Fast jeder fünfte (19 Prozent) der insgesamt 3,9 Millionen deutschen

Mittelständler sieht sich laut der Sonderbefragung aktuell einem steigenden

Wettbewerbsdruck durch chinesische Anbieter ausgesetzt. Dabei konkurrieren die

chinesischen Wettbewerber nicht nur mit günstigen Preisen, sondern auch mit

einer steigenden Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen. Besonders stark

betroffen von dem Wettbewerb aus Fernost ist das Verarbeitende Gewerbe. 28

Prozent der Unternehmen spüren hier einen wachsenden Druck durch

Qualitätsprodukte aus China, 34 Prozent durch günstige Preise. Auch der Groß-

und Einzelhandel nimmt die Konkurrenz sehr deutlich wahr.

Insgesamt sagen 13 Prozent aller Mittelständler, dass die Konkurrenz aus China

zukünftig eine der zentralen Herausforderungen für ihr Unternehmen sein wird -

aber 29 Prozent der Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe und 24 Prozent

jener aus dem Handel. Allerdings profitieren auch viele Mittelständler vom

Handel mit China. Rund 19 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen nutzen

chinesische Importe, um Kosten einzusparen oder ihr eigenes Angebot zu

verbessern.

Als besonders hohes Risiko für ihre künftige Wettbewerbsfähigkeit betrachten im

globalen Wettbewerb stehende Unternehmen zu viel Bürokratie in Deutschland. 65

Prozent halten Bürokratie für problematisch, das sind noch einmal deutlich mehr

als 2023 mit 48 Prozent. Hohe Steuern und Abgaben empfinden 60 Prozent der

Mittelständler als gravierende Belastung für ihre Konkurrenzfähigkeit - 2023

waren es 34 Prozent. Die hohen Energiekosten geben 41 Prozent der international

tätigen Unternehmen als Risiko an, 2023 waren es 21 Prozent. Speziell im

Verarbeitenden Gewerbe wird auch die Rohstoffknappheit als Bürde wahrgenommen:

38 Prozent der mittelständischen Industrieunternehmen machen sich deswegen

Sorgen, 2023 waren es erst 23 Prozent.

"Der deutsche Mittelstand fühlt sich von chinesischen Konkurrenten zunehmend

unter Druck gesetzt. Um die Unternehmen vor Benachteiligungen im Wettbewerb zu

schützen, müssen auf EU-Ebene angemessene handels- und industriepolitische

Antworten gefunden werden", sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

"Mindestens genauso wichtig ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der

deutschen Unternehmen. Der Abbau von Bürokratie, ein international

wettbewerbsfähiges Steuersystem und niedrigere Energiepreise haben für die

Unternehmen eine hohe Priorität. Forschung und Entwicklung sollten von den

Unternehmen und der Politik noch stärker gefördert werden, denn innovative

Unternehmen haben größere Chancen, im Wettbewerb zu bestehen."

Die Studie ist zu finden unter Fokus Volkswirtschaft KfW (https://www.kfw.de/%

C3%9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Konzernthemen/Research/Fokus-Volkswirts

chaft/)

Die KfW unterstützt im Auftrag des Bundes den Mittelstand mit zahlreichen

Förderprogrammen. Weitere Informationen unter Wir stärken den Mittelstand (https

://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Mittelstand-st%C3%A4rken.html

?kfwmc=kk.o.kfwon.presse.na.na.na.allgemein-sonstiges.mittelstand-staerken.press

emitteilung.na.na.journalisten.na)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Nina Luttmer,

Tel. +49 69 7431 41336

E-Mail: mailto:nina.luttmer@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/6224282

OTS: KfW

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