Stabiler Umsatz trotz schwieriger Marktbedingungen: SCHOTT Bilanz
zeigt Licht und Schatten (FOTO)
Mainz (ots) -
- SCHOTT erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen weltweiten Umsatz von 2,83
Mrd. Euro mit einem EBIT von 230 Mio. Euro und einem Jahresüberschuss von 165
Mio. Euro.
- Getragen wurde die Umsatzentwicklung vom breit aufgestellten Portfolio,
darunter Lösungen für Medikamentenaufbewahrung und -verabreichung von SCHOTT
Pharma sowie fortschrittliche Materialien wie Glas-Metall-Verbindungen und
Faseroptik.
- Wachstumspotenziale sieht der internationale Technologiekonzern insbesondere
in den Zukunftsmärkten Augmented Reality (AR), Halbleiter und Gesundheit, die
SCHOTT mit umfangreichen Investitionen weltweit gezielt stärkt.
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n-schott-bilanz-zeigt-licht-und-schatten)
SCHOTT hat das Geschäftsjahr 2024/25 trotz eines von Unsicherheit geprägten
globalen Geschäftsumfelds und einer insgesamt schwächeren Nachfrage mit einem
stabilen Umsatz von 2,83 Mrd. Euro abgeschlossen. Das Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT) ging auf 230 Mio. Euro zurück, belastet durch äußere Einflüsse,
steigende Kosten und eine Wertminderung. Die Umsatzentwicklung wurde maßgeblich
durch die Lösungen zur Medikamentenaufbewahrung und -verabreichung von SCHOTT
Pharma (https://www.schott-pharma.com/de) sowie durch Glas-Metall-Verbindungen
und faseroptische Technologien getragen. Gleichzeitig trieb SCHOTT wichtige
Expansionsprojekte voran und positionierte das Unternehmen für zukünftiges
Wachstum in den Bereichen Augmented Reality (AR), Halbleiter und Gesundheit.
"Die Märkte verhielten sich in den vergangenen Monaten sehr dynamisch und in
Teilen herausfordernd. Das haben wir in zahlreichen Geschäftsbereichen deutlich
gespürt", sagt Dr. Torsten Derr, Vorstandsvorsitzender von SCHOTT. Im letzten
Geschäftsjahr habe man sich auf wichtige Investitionen konzentriert und
Programme zur Steigerung der Effizienz konsequent umgesetzt. "Indem wir das
Innovationstempo beibehalten, verschaffen wir uns heute eine stabile Position,
die zugleich eine solide Grundlage für zukünftiges Wachstum bietet. Insgesamt
machen wir das Unternehmen damit fit für die nächste Phase", so Derr weiter.
SCHOTT, ein internationaler Technologiekonzern und Materialhersteller mit einem
globalen Produktionsnetzwerk, erzielte im Geschäftsjahr 2024/25 einen weitgehend
stabilen Umsatz von 2,83 Mrd. Euro. Die Profitabilität ging jedoch zurück: Das
EBIT lag bei nur 230 Mio. Euro (-170 Mio. Euro ggü. Vorjahr) und wurde
maßgeblich durch eine Wertminderung in den Geschäftsbereichen Precision
Materials und Home Appliances belastet.
Eine deutlich abgeschwächte Nachfrage in einzelnen Märkten, hohe Energiepreise
in Deutschland, negative Währungseffekte, Zölle sowie globale wirtschaftliche
Unsicherheiten stellten den Konzern vor Herausforderungen.
Trotzdem blieb die finanzielle Lage von SCHOTT robust: Mit einer
Eigenkapitalquote von 68 % - was in Summe 3,3 Mrd. Euro entspricht - führt das
Unternehmen seinen strategischen Investitionsfahrplan konsequent fort.
"Die Sicherung unserer finanziellen Stabilität hatte für uns im Geschäftsjahr
2024/25 höchste Priorität", so SCHOTT CFO Marcus Knöbel. "Unsere starke
Eigenkapitalquote verschafft uns die notwendige Flexibilität, um auch unter
schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen weiterhin in Wachstum zu investieren."
Operative und strategische Meilensteine
Im Geschäftsjahr 2024/25 erreichte SCHOTT wichtige Meilensteine zur Stärkung
seiner geschäftlichen und operativen Ausrichtung. Durch die erfolgreiche
Integration der QSIL GmbH Quarzschmelze Ilmenau (https://www.schott.com/de-de/ne
ws-and-media/pressemitteilungen/2025/schott-schliest-uebernahme-der-qsil-gmbhqua
rzschmelze-ilmenau-erfolgreich-ab) baute SCHOTT seine Kompetenzen im Bereich
Quarzglas aus, die insbesondere für Chip- und Wafer-Produktionsprozesse in der
Halbleiterindustrie von großer Bedeutung sind.
Über seine börsennotierte Tochtergesellschaft SCHOTT Pharma (1SXP) erweiterte
das Unternehmen sein globales Produktionsnetzwerk für Medikamentenaufbewahrungs-
und -verabreichungslösungen, weihte ein neues Werk für Ampullen in Jagodina,
Serbien (https://www.schott-pharma.com/de/news-and-media/media-releases/2025/sch
ott-pharma-eroeffnet-produktionsstaette-in-serbien-zur-staerkung-der-wettbewerbs
faehigkeit-in-europa) , ein, begann mit dem Bau einer neuen Produktionsstätte
für gebrauchsfertige (Ready-to-Use) Karpulen an seinem bestehenden Standort in
Lukácsháza, Ungarn (https://www.schott-pharma.com/de/news-and-media/media-releas
es/2025/schott-pharma-investiert-in-die-produktion-steriler-karpulen-in-ungarn)
, und trieb weitere Kapazitätserweiterungen in Deutschland, der Schweiz, den USA
und Indien voran.
Darüber hinaus begann SCHOTT mit dem Bau einer elektrischen Schmelzwanne für
pharmazeutisches Glasrohr in Mitterteich (https://www.schott.com/de-de/news-and-
media/pressemitteilungen/2025/carbon-reduced-pharmaceutical-glass-schott-melting
-tank-construction-starts) . Gleichzeitig erzielte der Konzern am neuen
Produktionsstandort Kulim in Malaysia einen Durchbruch bei der industriellen
Fertigung von Geometric Reflective Waveguides (https://www.schott.com/de-de/news
-and-media/pressemitteilungen/2025/schott-erreicht-serienfertigung-fuer-reflekti
erende-wellenleiter) (dt. geometrische reflektierende Wellenleiter) für
Augmented-Reality-Brillen und Smart Glasses. Damit ist SCHOTT das erste
Unternehmen, das diese Art von Wellenleitern in Serie produziert.
Innovationen und Zukunftstechnologien
Innovation bleibt ein zentraler Pfeiler der Strategie von SCHOTT und ein
wesentlicher Treiber für künftiges Wachstum. Das erfolgreiche Hochfahren der
Produktion von Geometric Reflective Waveguides positioniert das Unternehmen als
starken Partner für Hersteller von smarten Datenbrillen und ebnet der
AR-Technologie den Weg in den Massenmarkt. Der neue Hightech-Produktionsstandort
in Malaysia, der 2025 die Serienfertigung von Geometric Reflective Waveguides
aufnahm, erreichte in kürzester Zeit die geplante Zielauslastung. Um das Angebot
weiter auszubauen und so der hohen Nachfrage zu begegnen, sind weitere
Investitionen und der Ausbau der Kapazitäten bereits in Umsetzung.
Im Halbleiterbereich trieb SCHOTT zudem seine Materiallösungen für Chips der
nächsten Generation weiter voran. Dazu zählen glasbasierte Substrate für
fortschrittliches Chip-Packaging, hochreines Quarzglas für anspruchsvolle
Waferprozesse sowie faseroptische Lösungen, die präzise optische Inspektions-
und Messverfahren ermöglichen.
Über diese Märkte hinaus hat SCHOTT auch skalierbare Ultradünnglas
(UTG)-Lösungen für Weltraumanwendungen vorangetrieben. Diese wurden in enger
Zusammenarbeit mit dem in Heilbronn ansässigen Unternehmen AZUR SPACE entwickelt
und durch Mittel der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) gefördert.
Ausblick
Mit Blick in die Zukunft rechnet SCHOTT für das Geschäftsjahr 2025/26 weiterhin
mit schwierigen Marktbedingungen. Diesen begegnet das Stiftungsunternehmen mit
konsequenter Kostendisziplin und der Umsetzung seines laufenden
Effizienzprogramms, das auf Kosten- und Strukturoptimierungen sowie eine
stärkere Automatisierung an den Produktionsstandorten setzt. Für das neue
Geschäftsjahr erwartet SCHOTT ein Umsatzwachstum von 4 bis 5 % und plant
Investitionen in Höhe von 400 Mio. Euro.
Gleichzeitig will der Konzern seine Innovationsdynamik aufrechterhalten, die
Energieeffizienz weiter verbessern und gezielt Wachstumschancen nutzen - durch
Expansionen, Kapazitätserweiterungen, starke Partnerschaften sowie
Akquisitionen.
Über SCHOTT
Der internationale Technologiekonzern SCHOTT produziert hochwertige Komponenten
und leistungsfähige Materialien wie Spezialglas, Glaskeramik und Polymer. Viele
Produkte von SCHOTT kommen in High-Tech-Anwendungen zum Einsatz, die heutige
technologische Grenzen verschieben - beispielsweise als Wellenleiter in smarten
AR-Datenbrillen, als Glaskeramik-Spiegelträger in den weltgrößten Teleskopen
oder als Laserglas in der Kernfusionsforschung. Pioniergeist macht die rund
17.400 Mitarbeitenden in über 30 Ländern zu kompetenten Partnern für zahlreiche
Branchen wie Gesundheit, Hausgeräte, Unterhaltungselektronik, Halbleiter, Optik,
Astronomie, Energie sowie Luft- und Raumfahrt. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte
SCHOTT einen Umsatz von 2,83 Milliarden Euro und ein EBIT in Höhe von 230
Millionen Euro. SCHOTT wurde 1884 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Mainz
(Deutschland). Das Unternehmen gehört der Carl-Zeiss-Stiftung, die mit der
Dividende die Wissenschaft fördert und ihre Geschäfte mit ausgeprägtem sozialem
Verantwortungsbewusstsein führt. Weitere Informationen unter
http://www.schott.com
Pressekontakt:
Salvatore Ruggiero
Leiter Konzernkommunikation
SCHOTT AG
Hattenbergstraße 10, 55122 Mainz
mailto:salvatore.ruggiero@schott.com
Tel. 06131/66-4140
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/23114/6200164
OTS: SCHOTT AG