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vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Pressestatement zur ... 21.01.2026, 17:28 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Pressestatement zur Überprüfung des EU-Mercosur-Abkommens durch den

EuGH / Entscheidung kommt zur Unzeit - klares Signal an

US-Administration erforderlich

München (ots) - Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung

der Bayerischen Wirtschaft e. V.:

"Die Entscheidung des Europaparlaments kommt wahrlich zur Unzeit, ist nicht

nachzuvollziehen und ein trauriger Tag für den Freihandel. Gerade vor dem

Hintergrund der Handelspolitik von US-Präsident Trump, die den gesamten

Welthandel belastet, wäre die Zustimmung des EU-Parlaments zum Mercosur-Abkommen

ein deutliches und wichtiges Signal gewesen. Angesichts eines zunehmenden

Protektionismus in vielen Ländern sind Deutschland und die EU mehr denn je

gefordert, neue Handels-, Rohstoff- und Investitionspartnerschaften überall auf

der Welt abzuschließen. Es ist sehr bedauerlich, dass das Europaparlament

wichtige Weichenstellungen für unseren Standort torpediert. Es war strategisch

klug von der EU-Kommission, den Handelsteil in ein Übergangsabkommen

auszugliedern. Wichtig ist es jetzt, dass die Kommission die vorläufige

Anwendung des Abkommens beschließt. So kann die Wirtschaft von den Vorteilen des

Abkommens profitieren, während die Entscheidung des EuGH abgewartet wird.

Eine internationale und global vernetzte Volkswirtschaft wie Bayern bekommt die

Handelskonflikte und wachsenden Handelsbarrieren zu spüren. Schließlich

erwirtschaftet die bayerische Industrie fast 60 Prozent ihres Umsatzes im

Ausland. Gebot der Stunde ist das Diversifizieren unserer Handelsbeziehungen, um

Abhängigkeiten von einzelnen Handelspartnern zu reduzieren. Das

EU-Mercosur-Abkommen ist ein wichtiger Schritt dorthin. Und es ist auch ein

klares Signal an die US-Administration. Wir sind überzeugt, dass jedes

Freihandelsabkommen unseren europäischen Wirtschaftsraum stärker macht und davon

alle Branchen profitieren können. Diese Potenziale werden nun auf Monate hinaus

verzögert und unter Umständen für immer verspielt. Statt das Abkommen jetzt

endlich zu ratifizieren und den Weg für die Anwendung freizumachen, entsteht nun

ein weiterer politischer und wirtschaftlicher Unsicherheitsfaktor."

Pressekontakt:

Lena Grümann, Tel. +49 (0) 89-551 78-391, E-Mail:

mailto:lena.gruemann@vbw-bayern.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58439/6201222

OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

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