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'Darmstädter Echo' zu den Vorschlägen der Rentenkommission 22.06.2026, 05:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

"Darmstädter Echo" zu den Vorschlägen der Rentenkommission:

"Die Kommission doktert nicht an Symptomen herum, sondern plädiert für tiefe Eingriffe ins System, ohne die gesetzliche Rente zu ruinieren. Dafür gebührt ihr ein dickes Lob. Das Konzert der Bedenkenträger und Besserwisser wird rasch anschwellen, auch aus den Reihen von Union und SPD. Die Koalition muss nun beweisen, dass dieses Land allen Unkenrufen zum Trotz zu großen Sozialreformen in der Lage ist. Schaut man auf die vorgeschlagenen Zumutungen, sind diese ziemlich gerecht verteilt. Wer das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentnern einigermaßen im Gleichgewicht halten will, kann auch nicht bei der Rente mit 67 stehenbleiben. Über diese Brücke müssen die Sozialdemokraten gehen. Der Aufbau einer kapitalgedeckten Rentensäule nach schwedischem Modell braucht Zeit. Erst ab 2040 sollen dann die Zusatzrenten fließen. Bis dahin, so die Kommission, müsse das heutige Rentenniveau mit zusätzlichen staatlichen Mitteln stabilisiert werden. Hier liegt die politische Zumutung für die Union."

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