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'Handelsblatt' zu Ceuta/Migration 03.08.2026, 05:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

"Handelsblatt" zu Ceuta/Migration:

"Das Thema Migration ist mächtig, weil es sich hervorragend eignet, Angst zu schüren. Angst vor dem Fremden, vor einer Invasion von Mittellosen, die in die Sozialsysteme einwandern und Einheimischen Jobs rauben. Das ist die Erzählung der Rechtsextremen. Deshalb sind die Bilder von Ceuta so gefährlich. (...) Genau deshalb fielen am Freitag zahlreiche Regierungschefs über den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez her. Manche wie Donald Trump, um die eigene eiserne Migrationspolitik zu rechtfertigen. Andere wie Giorgia Meloni, um der Konkurrenz am rechten Rand zuvorzukommen. (...) Dabei hat bis heute kein einziger Migrant aus Ceuta das europäische Festland erreicht. (...) Am Ende profitieren von Ceuta viele: die Rechtsextremen von den Bildern und der Zerstrittenheit der EU und Marokko von der Demonstration seiner Macht. Sánchez indes, der einzige Regierungschef in Europa, der sich noch traut, offen für Migration zu werben, ist isoliert."

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