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'Handelsblatt' zu Softdrinksteuer 10.07.2026, 05:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

"Handelsblatt" zu Softdrinksteuer:

"Hersteller, die spürbar Zucker reduzieren, riskieren bisher, dass Kunden zur zuckersüßen Konkurrenz abwandern. Das hält viele von gesünderen Rezepten ab, räumen Manager hinter vorgehaltener Hand ein. Deshalb hilft nur noch Druck von außen. Die genaue Ausgestaltung der Softdrinksteuer ist zwar noch offen. Aber eine gestaffelte Abgabe nach Zuckergehalt - wie von der Finanzkommission Gesundheit vorgeschlagen - würde effektive Anreize für weniger Zucker schaffen. (...) In Großbritannien zeigt eine solche Lenkungssteuer seit 2018 Wirkung: (...) Die Briten nehmen heute täglich nur noch 16 Gramm Zucker über Softdrinks zu sich - fast zehn Gramm weniger als die Deutschen. Eine Softdrinksteuer ist für alle Seiten ein Gewinn(...) Das Gesundheitssystem kann viele Millionen sparen. Der Fiskus erwartet 450 Millionen Euro Steuereinnahmen im Jahr. Am Ende profitieren auch die Limohersteller. Studien aus Ländern mit Softdrinksteuer zeigen: Die Branche steht danach keineswegs schlechter da."

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