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'Lausitzer Rundschau' zur FDP 17.03.2026, 05:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

COTTBUS (dpa-AFX) - Die "Lausitzer Rundschau" zur FDP:

"Jede offene Gesellschaft braucht eine kluge liberale Einrede. Die demokratische Meinungsbildung ist ein permanenter Aushandlungsprozess von Interessen. Wenn in diesem Dialog die Stimme der Freiheit fehlt, geht etwas Essenzielles verloren. Ohne Liberale fehlt etwas. Ohne Liberale heißt aber nicht: ohne die FDP in der besonderen Ausprägung ihrer Spätphase. Unter Führung Christian Lindners entwickelten sich die Freidemokraten zu einer Instanz, die nur noch einer traurigen Schwundstufe liberalen Denkens das Wort redete. Freiheit hieß dann nur noch - in Ruhe gelassen zu werden. Der Staat sollte bei der individuellen Entfaltung einfach kein Hindernis darstellen, sollte möglichst keine Ansprüche stellen - auf Solidarität (in der Steuerpolitik), auf Verantwortungsgefühl (beim Klimaschutz), auf Rücksicht auf die Verletzlichen (in der Gesundheitspolitik). Staatliche Ansprüche stießen stets auf das Schild an der liberalen Bürotür: Bitte nicht stören. Insofern ist von Beileidsbekundungen am offenen Grab der FDP tunlichst abzusehen."/yyzz/DP/men

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