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'Nürnberger Zeitung' zur klaren Abgrenzung CDU/AfD 10.08.2026, 05:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

"Nürnberger Zeitung" zur klaren Abgrenzung CDU/AfD:

"Wenn es erstmals in einem Land eine CDU/AfD-Koalition (oder Kooperation) gäbe, und sei es im kleinen Sachsen-Anhalt, würde das die Christdemokratie vermutlich sprengen. Abertausende Mitglieder würden über kurz oder lang ihren Austritt erklären, darunter ziemlich prominente Mitglieder. Bei der Wählerschaft wäre es nicht besser: AfD-Wähler würden weiterhin für die Partei stimmen, die ihnen den radikalen Systembruch verspricht, und nicht zur CDU zurückkehren. Umgekehrt verlöre man Unmengen an Stimmen aus christlichen, mittigen und im eigentlichen Sinne konservativen Kreisen. Man ließe sich als erfolgreichste Regierungspartei der Nachkriegszeit auf ein geradezu tödliches Experiment ein. Es ist deswegen richtig, dass alle Spitzen der Union - von Merz über Söder bis nun zu Frei - klare Grenzen ziehen."

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