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'Pforzheimer Zeitung' zu schwarz-roter Rentenreform 24.06.2026, 05:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

"Pforzheimer Zeitung" zu schwarz-roter Rentenreform:

"Mit dem paritätisch finanzierten Kapitalstock wagt die Regierung einen überfälligen Schritt: Das ist der Versuch, die Lasten gerechter zu verteilen und die Rente unabhängiger von der reinen Umlage zu machen. Gelingt das, stabilisiert es Beiträge und Rentenniveau zugleich. Vor allem aber sendet es ein wichtiges Signal an die Jüngeren: Ihre Beiträge verschwinden nicht nur im System, sondern sichern ihre Zukunft. Doch das gibt es nicht umsonst. Was Betriebe in den Kapitalstock einzahlen, fehlt bei Tarifverhandlungen. Die Abschaffung der Minijobs trifft Branchen, die auf flexible Arbeit angewiesen sind, von der Gastronomie über den Einzelhandel, das Reinigungsgewerbe bis hin zu Zeitungsverlagen mit ihrer Zustellorganisation. Und wenn Lehrer nicht mehr verbeamtet werden, wird der Staat es schwerer haben, qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. Gleichzeitig drohen Tarifkonflikte im Klassenzimmer."

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