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'Rhein-Neckar-Zeitung' zu Kritik an Merz in der CDU 11.09.2026, 05:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die "Rhein-Neckar-Zeitung" zu Kritik an Merz in der CDU:

"Denn es stimmt zwar: Merz agiert alles andere als glücklich. Immer stärker zeigt sich, dass er noch nie zuvor irgendwo regiert hat, nicht als Ministerpräsident, nicht als Minister, ja nicht einmal als Bürgermeister von Brilon im Sauerland. Das rächt sich nun: Regieren mit der Brechstange, fehlende Absprachen mit den Länderchefs, mangelhafte Kommunikation - all das ist letztlich auch fehlendes politisches Handwerkszeug. Nur: All das hat die CDU gewollt. Sie wollte den "Quereinsteiger" Merz, der frischen Wind verhieß; sie wollte jemanden mit markigen Ansagen, jemanden, der die Dinge anpackt, ohne lange zu diskutieren. Sie wollte das, obwohl sie wusste, dass Merz einen Koalitionspartner brauchen würde, dass schwierige Gespräche und harte Kompromisse kommen würden, dass ein Durchregieren in unserem System nicht möglich ist. Sich von Merz zu distanzieren, ist scheinheilig. Und täuscht nicht über die eigenen Fehler hinweg."

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