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'Schwäbische Zeitung' zu Kommunikationspannen/Kanzleramt 02.07.2026, 05:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

'Schwäbische Zeitung' zu Kommunikationspannen/Kanzleramt

Der missglückte Fußball-Post von Bundeskanzler Merz ist mehr als eine peinliche Einzelpanne. Er reiht sich ein in eine Serie unglücklicher Auftritte - von der Stadtbild-Debatte über den Umgang mit einer krebskranken Frau bis zu umstrittenen Äußerungen über die USA. Wer darin nur Ausrutscher sieht, unterschätzt das eigentliche Problem. Offenbar fehlt im Kanzleramt eine professionelle Kommunikationsstrategie. Spontane Äußerungen des Regierungschefs entfalten heute eine andere Wirkung als früher. Im digitalen Zeitalter bleibt jeder Fehltritt bleibt abrufbar und prägt das öffentliche Bild. Gleichzeitig gelingt es der Bundesregierung kaum, eigene politische Erfolge sichtbar zu machen. Fortschritte etwa bei Migration oder Verteidigung werden von Kommunikationspannen überlagert. Friedrich Merz und sein Umfeld sollten Konsequenzen ziehen. Kommunikation ist eine Kernaufgabe des Regierens. Wer sie vernachlässigt, riskiert, dass am Ende nicht die Politik in Erinnerung bleibt, sondern ihre Pannen.

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