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Kohlekumpel sollen künftig Chips herstellen 08.12.2025, 13:41 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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DRESDEN/COTTBUS (dpa-AFX) - Kohlearbeiter sollen im Zuge des Strukturwandels in der Lausitz für die Halbleiterproduktion qualifiziert werden. Eine entsprechende Kooperation gehen der Chiphersteller Globalfoundries (GF) in Dresden und die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) ein. Bei einem Pilotprojekt wechseln zunächst zehn LEAG-Mitarbeiter für drei Monate zu GF und werden dort gezielt für die Arbeit in der Chip-Produktion ausgebildet. Die Teilnahme am Testlauf ist für die Energiearbeiter freiwillig und soll im ersten Quartal 2026 starten.

GF baut auf technisches Verständnis der Energiearbeiter

"Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit der LEAG ein Beispiel für gelungene Transformation und regionale Verantwortung schaffen. Der Wechsel von Bergbau- in High-Tech-Arbeitsplätze ist für viele Kolleginnen und Kollegen eine große Herausforderung, aber auch eine echte Chance", betonte Nancy Stadel, Personalchefin von Globalfoundries in Dresden. Man sei auf engagierte und technisch versierte Arbeitskräfte angewiesen und überzeugt, dass die LEAG-Mitarbeiter mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und Bereitschaft zur Veränderung diesen Wandel erfolgreich mitgestalten.

Die Partnerschaft gehe dabei weit über eine reine Personalmaßnahme hinaus, hieß es: "Sie ist eine gezielte Antwort auf die Herausforderungen des Strukturwandels. Ziel ist, die Zukunftsfähigkeit der Region zu sichern, indem regionale Wertschöpfung erhalten bleibt und die Beschäftigten neue Perspektiven im High-Tech-Bereich erhalten." Zugleich begegne GF dem steigenden Bedarf an Fachkräften, indem es das technische und industrielle Know-how der LEAG-Mitarbeiter gezielt einbinde und weiterentwickele. Beide Unternehmen profitierten so von einem Transfer von Wissen und Kompetenzen.

Lausitz als Modellregion des Strukturwandels

Mit der Partnerschaft wollen GF und LEAG dazu beitragen, die Lausitz als Modellregionen des Strukturwandels zu entwickeln. Bis 2038 sollen mit dem Ausstieg aus der Braunkohle tausende Arbeitsplätze neu geschaffen und bestehende gesichert werden - auch mit innovativen Konzepten wie im aktuellen Fall. "Die Halbleiterindustrie bietet attraktive Perspektiven, und mit gezielter Qualifizierung schaffen wir gemeinsam die Grundlage für den langfristigen Erfolg unserer Fachkräfte und der gesamten Region", betonte Leag-Personalvorstand Jörg Waniek.

Globalfoundries ist ein führender Hersteller von Halbleitern mit Werken in Dresden, den USA und Asien. In Dresden sind etwa 3.000 Leute beschäftigt. Die LEAG gilt als größter Energieerzeuger Ostdeutschlands mit rund 6.500 Mitarbeitern. Parallel zum Kohleausstieg treibt das Unternehmen den Aufbau einer Gigawatt-Factory voran. Das Konzept aus erneuerbaren Energien, Batteriespeichern und wasserstofffähigen Kraftwerken soll die Lausitz zugleich zu einer Modellregion der Energiewende machen./jos/DP/mis

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