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1&1-Netzausbaukosten belasten United Internet - Ionos optimistischer 07.08.2025, 11:29 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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1&1 24,63 EUR -1,79 % Lang & Schwarz

MONTABAUR (dpa-AFX) - Bei United Internet haben im ersten Halbjahr erneut die Kosten für den Netzausbau bei der Tochter 1&1 auf die Bilanz gedrückt. Zudem belasteten gestiegene Abschreibungen, insbesondere auf Investitionen in den Ausbau des Glasfasernetzes bei 1&1 Versatel sowie des 1&1 Mobilfunknetzes, wie Unternehmenschef Ralph Dommermuth am Donnerstag in einem Brief an die Aktionäre schrieb. Allerdings lief es bei der Internetdienstleister-Tochter Ionos auch dank der kleineren Sparte AdTech deutlich besser als ein Jahr zuvor. An der Börse kamen die Quartalsbilanzen von United Internet und deren Tochter Ionos unterschiedlich an.

Während die Aktie von United Internet am Vormittag zuletzt um gut ein Prozent nachgab, legten die Papiere von Ionos um mehr als sechs Prozent auf ein Rekordhoch zu. Für JPMorgan-Analyst Toby Ogg hat die Internetdienstleister-Tochter bei Umsatz und bereinigtem operativen Ergebnis besser abgeschnitten als erwartet. Zudem verwies er auf das erneut angehobene Gewinnziel für 2025.

Zudem treibt Ionos schon eine Weile die Fantasie rund ums Thema Künstliche Intelligenz an. Anleger hoffen auf ein Stück vom Kuchen, auch bei den geplanten Digitalisierungsinvestitionen der EU. So hatte das Unternehmen im Juni zusammen mit dem Baukonzern Hochtief bei der Europäischen Kommission eine Interessenbekundung für den Bau und Betrieb einer KI-Gigafactory eingereicht.

Unterdessen konnte United Internet in der ersten Jahreshälfte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 675,6 Millionen Euro steigern, wie das im MDax notierte Unternehmen mitteilte. Die darin enthaltenen Anlaufkosten des 1&1-Mobilfunknetzes fielen knapp 20 Millionen Euro höher aus als im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich sank der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie von 61 Cent vor einem Jahr auf 59 Cent. Neben den Netzausbaukosten belasteten auch gestiegene Abschreibungen den Überschuss.

Der Konzernumsatz legte in den ersten sechs Monaten um gut vier Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zu. Das war in etwa so viel, wie von Analysten erwartet. Darin enthalten ist nicht mehr der Umsatzbeitrag des zum Verkauf stehenden Geschäftsfeldes Energy. Für das Gesamtjahr rechnet United Internet weiterhin mit einem Anstieg des Erlöses auf etwa 6,45 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) soll etwa 1,35 Milliarden Euro erreichen.

Derweil wurde der Internetdienstleister Ionos noch einmal optimistischer. Für 2025 erwartet Ionos auch dank des Sparkurses ein Wachstum des um Sondereffekte bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um etwa 17 Prozent auf rund 530 Millionen Euro. Das ist etwas mehr, als Analysten auf ihren Zetteln haben. Zuvor hatten 520 Millionen im Plan gestanden.

Die Prognose für das Kerngeschäft - dem Segment Digital Solutions & Cloud - bestätigte das Unternehmen. Demnach soll der um Währungseffekte bereinigte Umsatz 2025 weiterhin um circa 8 Prozent wachsen, nach 1,25 Milliarden Euro im Vorjahr. Die bereinigte Marge auf Basis des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll von 32,9 auf rund 35 Prozent steigen.

Die Sparte bietet Tools und Anwendungen für Webhosting sowie E-Commerce-Lösungen, wie etwa einen Homepage-Baukasten an. Zudem liegt ein Fokus auf der Modernisierung von IT-Infrastruktur der Kunden.

Für die kleinere Sparte AdTech rund um digitale Werbung und Domain-Handel erwartet das Unternehmen, dass die Erlöse in der zweiten Jahreshälfte in etwa den Vorjahreswert erreichen. Insgesamt soll der Umsatz im Gesamtjahr weiterhin rund 400 Millionen Euro betragen. Auch mittelfristig dürfte sich die aktuelle Produktumstellung positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Segments auswirken, hieß es.

Im abgelaufenen ersten Halbjahr kletterte der Konzernerlös der United-Internet-Tochter um gut 19 Prozent auf 895 Millionen Euro./mne/niw/mis

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