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Breite Nachfragebelebung lässt auf sich warten - Hoffnung LED 30.10.2025, 16:27 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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(neu: Telefonkonferenz, erste Ziele für 2026, Kurs)

HERZOGENRATH (dpa-AFX) - Der Chipindustrie-Ausrüster Aixtron hofft mit Blick auf das kommende Jahr auf etwas Rückenwind seitens der Solar- und LED-Industrie. Alles in allem bleibe die Vorhersagbarkeit für die Aixtron-Geschäfte in Summe für 2026 aktuell aber noch gering, sagte Konzernchef Felix Grawert am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Dabei geht es vor allem um Anlagen zur Herstellung bestimmter Leistungshalbleiter, bei denen sich Kunden zuletzt eher zurückhielten. Hier lässt ein neuer Investitionszyklus auf sich warten; das Timing ist ungewiss. Der zuvor stark gestiegene Aktienkurs kam wieder deutlich zurück, hielt sich aber klar in der Gewinnzone.

Nachdem Aixtron Mitte Oktober für den Jahresausblick vorsichtiger geworden war, sieht Analyst Craig McDowell von JPMorgan im kompletten Bericht für das dritte Quartal Hinweise auf einige positive Entwicklungen.

So spricht Aixtron in der Mitteilung von ersten Anzeichen für Reinvestitionen in Solar-, ROY-LED- und Micro-LED-Anwendungen durch die Hersteller. Diese Entwicklungen könnten sich im kommenden Jahr positiv auf das Geschäft auswirken. Zudem bleibe der weitere Ausbau von KI-Rechenzentren ein Treiber für die Nachfrage nach Anlagen im Bereich Optoelektronik: "Der im zweiten Quartal beobachtete Anstieg der Nachfrage nach Datenkommunikationslasern hat sich im dritten Quartal bestätigt und wird voraussichtlich auch in 2026 anhalten."

Gleichwohl machen die Geschäfte rund um Optoelektronik sowie die mit Anlagen für ROY-LED (rote, orange und gelbe LED) und Micro-LED in Summe einen eher kleineren Umsatzanteil aus. Für eine insgesamt deutlichere Geschäftsbelebung müsste denn auch die Nachfrage aus anderen Branchen anziehen.

So bekommt Aixtron seit gewisser Zeit die Schwäche einiger Absatzmärkte zu spüren. Während die Nachfrage im Bereich Optoelektronik dank des Bedarfs an Lasern für die Datenkommunikation insbesondere in KI-Rechenzentren gut ist, bleiben die Märkte für SiC- und GaN-Leistungselektronik eher träge. Sie leiden unter einer teils tristen Nachfrage etwa nach E-Autos, Smartphones und Laptops.

Branchenexperten hatten daher nach einem zuvor guten Lauf das Jahr 2025 und eventuell auch 2026 bereits eher als Übergangsjahre für Aixtron gesehen. Erste, eher vage Äußerungen von Aixtron-Chef Grawert zum kommenden Jahr untermauern dies. Demnach dürfte der Umsatz im kommenden Jahr leicht unter dem für 2025 erwarteten Wert von 530 bis 565 Millionen Euro liegen, vielleicht gleichauf. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern solle dabei allerdings nicht unter der 2025 angepeilten Spanne von rund 17 bis 19 Prozent liegen, vielleicht sogar darüber. Basis ist ein Wechselkurs von 1,15 US-Dollar je Euro.

Die langfristigen Perspektiven bleiben gleichwohl intakt. Experten sehen Rückenwind etwa durch die Einführung neuer 800-Volt-Architekturen für KI-Rechenzentren, die sowohl Chips aus Galliumnitrid (GaN) als auch Siliziumcarbid-Chips (SiC) benötigen. Diese sind effizienter als herkömmliche Siliziumchips.

So entwickeln Unternehmen wie Nvidia , Texas Instruments und Infineon 800-Volt-Gleichstrom-Stromverteilungsarchitekturen. "Das exponentielle Wachstum der künstlichen Intelligenz übersteigt zunehmend die Kapazitäten der aktuellen 54-V-Stromversorgungssysteme in Rechenzentren. Die Umstellung auf eine zentralisierte 800-VDC-Architektur reduziert Leistungsverluste und steigert gleichzeitig die Effizienz und Zuverlässigkeit", hatte Infineon unlängst mitgeteilt.

Aixtron hatte bereits Mitte Oktober vorläufige Quartalszahlen vorgelegt und wegen einer langsamer als erhofften Marktbelebung die Jahresziele gesenkt. Diese Ziele sowie die bereits bekannten Eckdaten wurden nun bestätigt. Der Auftragseingang, der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fielen im Jahresvergleich deutlich. Der Gewinn unter dem Strich sank um fast 60 Prozent auf 13 Millionen Euro.

Der vorsichtigere Ausblick hatte Anleger Mitte des Monats nur kurz aufgeschreckt, viel Negatives war bereits in den Aktienkurs eingepreist. An diesem Donnerstag schoss der Aktienkurs zwischenzeitlich bis auf 14,40 Euro nach oben. Nachdem sich die Aixtron-Führung in der Telefonkonferenz mit Analysten dann etwas konkreter zur 2026 geäußert hatte, kam der Kurs aber wieder zurück. Zuletzt notierten die Papiere noch gut fünf Prozent im Plus bei 13,42 Euro. Für 2025 steht noch ein Kursverlust von rund 12 Prozent auf dem Zettel./mis/zb/he/men/jha/

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