Wolfram-Superzyklus:
China kontrolliert 82 % – dieser Explorer könnte Amerikas Antwort sein
Anzeige
ROUNDUP 2

Autozulieferer Aumovio steigert operativen Gewinn - Aktie verliert 07.05.2026, 14:11 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
AUMOVIO 37,60 EUR -3,47 % Tradegate

(neu: Kurs aktualisiert, Aussagen Finanzchefin aus Gespräch)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Autozulieferer Aumovio DE000AUM0V10 hat im ersten Quartal trotz eines schwachen Marktumfelds seinen Gewinn im Tagesgeschäft ausgebaut. Dabei profitierte der ehemalige Geschäftsbereich von Continental DE0005439004 von einem größeren Anteil profitabler Produkte und seinen Sparprogrammen. Das konnte den Gegenwind von Währungseffekten sowie Werksschließungen und -verkäufen im Ergebnis mehr als wettmachen. Sonderkosten für Abfindungen und den Konzernumbau zogen die Frankfurter aber dennoch in die roten Zahlen.

Die im MDax DE0008467416 notierte Aktie verlor nach dem Mittag 2,6 Prozent auf 37,95 Euro. Seit Ende 2025 sank der Kurs um fast 12 Prozent, liegt aber immer noch etwas über den Kursen des ersten Handelstags nach der Abspaltung von Conti.

Der Autozulieferer habe einen guten Start ins Jahr hingelegt, schrieb Analyst Jose Asumendi von der US-Bank JPMorgan. Der Sparkurs bei Forschung und Entwicklung sowie in anderen Bereichen funktioniere, der Konzern habe damit im gegenwärtigen Marktumfeld Verbesserungen selbst in der Hand, schrieb Experte Harry Martin vom US-Analysehaus Bernstein. Für ihn bleibe jedoch langfristig die Frage, wie stark Forschungs- und Investitionsausgaben weiter gesenkt werden könnten, ohne das Wachstum zu hemmen. Der Auftragseingang sei im ersten Quartal schließlich gegenüber dem Niveau des Jahres 2025 gesunken.

Der Auftragseingang insgesamt sackte um fast ein Drittel auf 3,9 Milliarden Euro ab. Finanzchefin Jutta Dönges sprach im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX von verzögerten Entscheidungen bei den Kunden. "Die Pipeline ist gut gefüllt", sagte sie. Im ersten Quartal seien insbesondere Timingeffekte für den Rückgang der Bestellungen verantwortlich gewesen, zudem habe es etwa in der Sparte für Fahrassistenzsysteme im Vorjahr einen großen Einzelauftrag gegeben.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg in den ersten drei Monaten im Jahresvergleich um gut 14 Prozent auf 106 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Damit schnitt Aumovio etwas besser ab als von Analysten erwartet. Der Umsatz fiel um knapp 8 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Dazu trug auch bei, dass Aumovio sein Produktionsnetzwerk derzeit strafft.

Der Sparkurs kam unter dem Strich erneut teuer. 156 Millionen Euro Sonderkosten für den Konzernumbau und Abfindungen fielen an, weitere Belastungen kamen hinzu. Der Nettoverlust betrug 157 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor war es noch ein Verlust von 217 Millionen Euro gewesen, als noch höhere Umbaukosten angefallen waren. Daran, dass 2026 insgesamt ein Nettogewinn erzielt werden soll, hielt Managerin Dönges fest.

Aumovio bestätigte die Jahresprognose. Effekte aus dem Nahost-Krieg im Iran sind bisher nicht einkalkuliert. Einen nennenswerten Einfluss spüre das Unternehmen bisher nicht und gehe auch davon aus, keine größeren Bremsspuren verdauen zu müssen, sagte Finanzchefin Dönges. Zwar stiegen die Preise von Aluminium, Kupfer und Gold. Vielfach gehe das Unternehmen aber nun in Verhandlungen mit den Kunden, da gebe es Standardklauseln für Anpassungen in den Verträgen. Die Anpassungen kämen Aumovio allerdings erst mit Verzögerung zugute.

Das Management hat den Blick wegen des schwachen Abschneidens in den Vorjahren vor allem aufs Sparen gerichtet. Noch unter Conti wurden 5.400 Verwaltungsjobs und 1.750 Stellen in der Forschung und Entwicklung gestrichen. Weitere 3.000 Jobs in Forschung und Entwicklung entfielen zum Großteil schon bis Ende 2025, im Januar wurde der Abbau von weiteren 4.000 Stellen in dem Bereich angekündigt. Bei den noch laufenden Sparrunden gehen erneut Arbeitsplätze in Deutschland verloren, der Schwerpunkt liegt aber auf dem Ausland.

Auch in der Produktion hat Aumovio den Rotstift angesetzt. Von weltweit 55 Produktionsstätten Ende 2025 sollen bis Ende 2028 zehn wegfallen. So kündigte das Unternehmen im März an, ein Werk in China dichtzumachen, 1.500 Stellen in der Produktion fallen damit zusätzlich weg. Zwei weitere Fabriken, darunter eine im hessischen Babenhausen, sollen dieses Jahr zusätzlich die Arbeit einstellen. Zwei weitere Standorte in Rheinböllen in Rheinland-Pfalz und Mechelen in Belgien werden verkauft.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer