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DHL überrascht positiv dank starkem Express-Geschäft - Aktie zieht an 30.04.2026, 09:46 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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DHL Group 49,44 EUR +6,19 % Quotrix Düsseldorf

(neu: Kursreaktion und Analystin ergänzt)

BONN (dpa-AFX) - Die DHL Group DE0005552004 hat zum Jahresstart überraschend gut abgeschnitten. Ergebnistreiber für den Konzern waren insbesondere das lukrative Geschäft mit zeitkritischen Sendungen sowie der Warentransport auf dem Luft- und Seeweg, beides fiel jeweils besser aus als von Analysten erwartet. Das Geschäftsmodell sei widerstandsfähig und die Sparmaßnahmen wirksam, sagte DHL-Chef Tobias Meyer laut Mitteilung am Donnerstag in Bonn. Er bestätigte die Jahresziele. Die Aktie legte im schwachen Markt zu.

Sie gewann am Vormittag gut knapp 2 Prozent und stand damit an der Spitze im Dax DE0008469008. Das Papier erholte sich damit ein Stück weit von den Verlusten der vergangenen zwei Wochen. Seit Jahresbeginn steht nun ein kleines Plus zu Buche.

Für JPMorgan-Analystin Alexia Dogani spiegelt die bestätigte Prognose das unsichere Geschäftsumfeld ebenso wider wie das vorsichtige Erwartungsmanagement des Vorstands. Das erste Jahresviertel wertete sie aber als "starke Outperformance". Die Sparmaßnahmen hätten sich als Hebel erwiesen.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) der DHL stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,3 Prozent auf fast 1,5 Milliarden Euro. Vom Unternehmen befragte Analysten hatten durchschnittlich ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Die an der Börse viel beachteten freien Barmittelzuflüsse vor Zu- und Verkäufen fielen mit einem Zuwachs um fast zwei Drittel auf 1,2 Milliarden Euro sogar deutlich besser aus als erwartet.

Derweil sank der Umsatz etwas stärker als geschätzt um rund 2 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro. Hier wirkten sich Wechselkurseffekte aus. Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallene Gewinn um 3,3 Prozent auf 812 Millionen Euro und überraschte damit ebenfalls positiv.

Im Tagesgeschäft gelang es DHL, das Netzwerk an die geopolitischen Verwerfungen anzupassen. Konfliktbedingt gestiegene Kosten etwa im Express-Geschäft würden im Zeitverlauf größtenteils durch etablierte Preis- und Zuschlagsmechanismen kompensiert, teilte der Konzern mit. In dem Bereich verbesserte sich der operative Gewinn um mehr als ein Fünftel. Im Frachtgeschäft ging er hingegen fast genauso stark zurück, fiel aber besser aus als von Analysten gedacht.

Im Bereich Logistikdienstleistungen verdiente DHL etwas mehr als ein Jahr zuvor. Im internationalen Paketgeschäft ging der operative Gewinn hingegen zurück, ebenso wie im deutschen Brief- und Paketgeschäft. Dabei konnten steigende Paketmengen die rückläufigen Briefmengen und die höheren Transport- und Personalkosten nicht vollständig kompensieren.

Für 2026 peilen die Bonner weiterhin ein operatives Ergebnis von mehr als 6,2 Milliarden Euro und freie Barmittelzuflüsse von rund 3 Milliarden Euro an. Dies deckte sich zuletzt mit den Analystenschätzungen.

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