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Drägerwerk erhöht erneut Dividenden - Verteidigungsgeschäft 24.03.2026, 17:00 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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(neu: Kurs und Analyst)

LÜBECK (dpa-AFX) - Der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk DE0005550636 will an seine Aktionäre erneut höhere Dividenden zahlen. Der Hauptversammlung werde für 2025 eine Ausschüttung von 2,21 Euro je Stammaktie und von 2,27 Euro je Vorzugsaktie vorschlagen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Lübeck bei der Vorlage endgültiger Jahresergebnisse mit. 2024 hatten die Dividenden noch 1,97 Euro für die Stämme und 2,03 Euro für die Vorzüge betragen. Drägerwerk hatte bereits Mitte Januar Umsatz- und operative Gewinnzahlen sowie einen Ausblick für 2026 vorgelegt.

Die Aktie legte zuletzt um 4,5 Prozent auf 92,40 Euro zu. Seit dem Jahreswechsel summiert sich das Kursplus damit auf rund ein Drittel. Das Analysehaus MWB Research hat das Kursziel für Drägerwerk von 97 auf 108 Euro angehoben und die Vorzugsaktie von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Die Bilanz untermauere die Ergebnisstärke des Konzerns, schrieb Analyst Harald Hof.

"Im Jahr 2025 haben wir unseren Erfolgskurs fortgesetzt und den höchsten Umsatz unserer Unternehmensgeschichte erwirtschaftet", sagte der Vorstandsvorsitzende Stefan Dräger bei der Vorstellung des Konzernjahresberichts. Trotz widrigem Umfeld habe das Unternehmen auch sein Ergebnis verbessert. Ziel bleibe es, profitabler zu werden.

Im Berichtsjahr machte das weltweit tätige Unternehmen den Angaben zufolge knapp 3,5 Milliarden Euro Umsatz, das waren 3,3 Prozent mehr als 2024. Bereinigt um Währungseffekte betrug das Plus 5,3 Prozent. Dabei sei der Umsatz im Segment Medizintechnik vor allem dank hoher Nachfrage nach Anästhesie- und Beatmungsgeräten, Dienstleistungen und Verbrauchsmaterialien deutlich gestiegen, sagte Konzernchef Dräger in einer Telefonkonferenz.

Derweil blieben die Geschäfte in China schwierig, dem drittgrößten Markt für das Unternehmen. 2025 habe das Geschäft dort stagniert, nachdem es sich zuvor nahezu halbiert hätte. Die chinesische Regierung sehe die Medizintechnik als systemrelevant und es gebe immer stärkere Restriktionen für ausländische Firmen. Im Geschäft mit der Sicherheitstechnik verhalf im vergangenen Jahr etwa die Gasmesstechnik zu einem höheren Erlös.

Operativ lief es für das Unternehmen noch besser: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg 2025 um ein Fünftel auf 233,4 Millionen Euro. Dazu habe neben einer Auftrags- und Umsatzdynamik auch ein starker Jahresendspurt beigetragen. Im Gegenzug hätten US-Zölle und ungünstige Währungseffekte das Ergebnis mit insgesamt knapp 71 Millionen Euro belastet. 2024 hatte das Unternehmen noch von positiven Einmaleffekten aus dem Verkauf eines nicht strategischen Geschäftsbereichs und der Veräußerung von Immobilien profitiert. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein Überschuss von knapp 139,5 Millionen Euro und damit gut 12 Prozent mehr als im Vorjahr.

Für das laufende Jahr erwartet der Konzern, der weltweit rund 16.700 Mitarbeiter beschäftigt, weiterhin Zuwächse. Die Erlöse sollen dank eines guten Auftragseingangs um ein bis fünf Prozent im Vergleich zu 2025 zulegen. Vom Umsatz sollen 2026 als Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) 5,0 bis 7,5 Prozent bleiben. Dabei erwartet das Unternehmen ähnlich hohe Belastungen aus den US-Zöllen wie 2025. Der Iran-Krieg hat hingegen laut dem Vorstandsvorsitzenden derzeit keine Auswirkungen auf die Geschäfte des Unternehmens.

In den kommenden Jahren will Drägerwerk vor allem im Verteidigungsgeschäft zulegen. "Im vergangenen Jahr ist unser Verteidigungsgeschäft deutlich gewachsen", sagte Unternehmenschef Dräger in einer Telefonkonferenz. 2025 habe das Unternehmen in dem Bereich 100 Millionen Euro umgesetzt. Das waren fast drei Prozent des Konzernumsatzes. Bis 2028 sollen sich die Erlöse mit der Verteidigung auf mehr als 300 Millionen Euro verdreifachen, sagte der Manager. In früheren Jahren habe der Konzern ein Prozent des Umsatzes mit diesem Geschäft erwirtschaftet.

Medizintechnikgeräte der Lübecker würden in Krankenhäusern und Feldlazaretten benötigt, erklärte der Konzernlenker. Spezifische Produkte für die Verteidigung stammten aber vor allem aus der Sicherheitstechnik. Dazu zählten etwa Gasmasken für Soldaten, spezielle Lösungen für die Sauerstoffversorgung für die Raketenabwehr, aber auch Filter für Fahrzeugbelüftungen. Das alles zusammen sollte dazu führen, dass der Erlös in diesem Bereich schneller als der Konzernumsatz wachsen dürfte, sagte Dräger.

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