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Hochtief setzt dank KI-Booms Wachstumskurs fort - Gewinnziel erhöht 27.07.2026, 15:32 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Hochtief 432,90 EUR -3,63 % Lang & Schwarz
ACS Actividades de Construccion y Servicios 110,65 EUR -3,49 % TTMzero RT

(neu: Hintergrund, Aktienkurs)

ESSEN (dpa-AFX) - Der Baukonzern Hochtief DE0006070006 profitiert weiterhin von einer hohen Nachfrage nach Rechenzentren. Umsatz und operative Ergebnisse legten im zweiten Quartal zu. "Wir verzeichnen eine anhaltende Nachfrage nach Infrastruktur - insbesondere nach Projekten in den Bereichen Rechenzentren, Energie, Verteidigung und kritische Mineralien", sagte Unternehmenschef Juan Santamaría Cases, der auch Chef der Hochtief-Mutter ACS ES0167050915 ist, am Montag laut einer Mitteilung. Das Gewinnziel für das laufende Jahr hatte das Unternehmen zuvor in einer separaten Mitteilung leicht erhöht.

Die Aktien des Bau- und Infrastrukturkonzerns machten nach Vorlage der Zahlen am Nachmittag vorangegangene Kursverluste nur kurz wieder wett. Zuletzt lagen die Papiere mit rund 1,2 Prozent im Minus bei 442 Euro.

Die Auftragsbücher von Hochtief sind dank des KI-Booms gut gefüllt. Der Ordereingang wuchs im zweiten Quartal um fast ein Viertel auf 16,3 Milliarden Euro. Zu den jüngsten Neuaufträgen zählten unter anderem große Rechenzentren für Meta in Kanada und den USA, ein Data-Center-Projekt in Berlin für NTT Global sowie die Beteiligung am SMR-Programm von Rolls-Royce.

Der Auftragsbestand schwoll Ende Juni auf knapp 84,8 Milliarden Euro an und erreichte damit einen Rekordwert. "Unser Fokus liegt darauf, Aufträge in Märkten für hochmoderne Infrastruktur zu gewinnen, diese erfolgreich umzusetzen und die Erträge in Liquidität umzuwandeln", ergänzte der Hochtief-Chef. Das Ergebnis des ersten Halbjahres zeige, dass dieser Ansatz funktioniere.

Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 13,6 Prozent auf gut 10,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Essen mitteilte. Der um Sondereffekte bereinigte Konzerngewinn legte um 40 Prozent auf 263,2 Millionen Euro zu. Das war mehr, als Analysten erwartet hatten.

Im laufenden Jahr rechnet Hochtief nun mit einem bereinigten Nettogewinn von 1,025 bis 1,1 Milliarden Euro. Das sind jeweils 75 Millionen mehr als zuletzt in der Planung. 2025 war der bereinigte Gewinn um 26,3 Prozent auf 789,3 Millionen Euro gestiegen.

Inklusive Sondereffekten wies Hochtief in den drei Monaten bis Ende Juni einen Gewinn von 257,6 Millionen Euro aus. Das waren knapp 49 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Unternehmenschef Santamaría Cases sieht sein Unternehmen vor allem in Wachstumsbereichen wie Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung, Verteidigung sowie im Tech-Sektor gut positioniert. In diesen Bereichen steige die Nachfrage nach moderner Infrastruktur immer stärker. Tech-Konzerne stecken wegen wachsender Datenmengen und des KI-Trends viel Geld in den Ausbau von Rechenleistung. Aber auch Regierungen weltweit haben ihre Budgets für die Verteidigung deutlich erhöht.

Der Aktienkurs des mehrheitlich zum spanischen Infrastrukturkonzern ACS ES0167050915 gehörenden Baukonzerns ist seit Sommer 2025 von Rekordhoch zu Rekordhoch gestiegen. Vor allem größere Aufträge im Bereich Rechenzentren gaben dem Papier Auftrieb. Mitte Mai erreichte es mit 554 Euro ein Allzeithoch. Seitdem hat die Aktie wieder 18 Prozent verloren. Dennoch steht seit dem Jahreswechsel noch ein Kursplus von fast einem Drittel zu Buche. Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Wert des Anteilscheins mehr als verdoppelt.

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