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ROUNDUP 2/Iran-Krieg belastet LVMH-Geschäft

Umsatz und Gewinn gehen zurück 28.07.2026, 16:42 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton 471,73 EUR +2,62 % L&S Exchange

(Kurs aktualisiert)

PARIS (dpa-AFX) - Eine schwächere Nachfrage hat dem französischen Luxuskonzern LVMH FR0000121014 im ersten Halbjahr einen Erlös- und Gewinnrückgang eingebrockt. So sank der Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres um drei Prozent auf 38,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Montag in Paris mitteilte. Aus eigener Kraft zogen die Erlöse jedoch um zwei Prozent an. Die LVMH-Aktie legte im frühen Handel bis zu drei Prozent zu, gab die Gewinne aber schnell wieder ab und rutschte ins Minus.

Der Kurs des EuroStoxx-50-Schwergewichts EU0009658145 geriet im frühen Handel schnell unter Druck, berappelte sich dann aber wieder. Am Nachmittag legte das Papier um knapp ein Prozent zu. Mit einem Minus von mehr als 27 Prozent seit Jahresanfang ist es dennoch einer der schwächsten europäischen Standardwerte. Mit einem Börsenwert von mehr als 230 Milliarden Euro zählt das Unternehmen aber immer noch zu den wertvollsten Unternehmen Europas.

Analyst Piral Dadhania von der kanadischen Bank RBC attestierte dem Luxusgüterkonzern einen ermutigenden Zwischenbericht mit einem Umsatzwachstum, das im zweiten Quartal die Erwartungen leicht übertroffen habe. Das operative Halbjahresergebnis (Ebit) und der Nettogewinn lägen auch über dem Konsens.

Während sich das Geschäft der umsatzstärksten Mode- und Ledersparte organisch etwas schwächer entwickelte als ein Jahr zuvor, legten die Bereiche Wein und Spirituosen sowie Uhren und Schmuck zu. Vor allem Schmuck erweist sich als Lichtblick der Branche, denn Goldringe und -armbänder finden bei wohlhabenden Kunden reißenden Absatz.

Die Luxusbranche steckt schon seit längerem in einer anhaltenden Flaute. Zunächst fuhren chinesische Käufer ihre Einkäufe zurück, die lange Zeit die Nachfrage nach Luxusgütern angekurbelt hatten. In jüngerer Zeit kam aufgrund des Iran-Kriegs eine schwächere Nachfrage in Einkaufszentren des Nahen Ostens hinzu. Ohne den Konflikt wäre der Quartalsumsatz von LVMH Unternehmensangaben zufolge auf Konzernebene um 4 Prozent statt um 3 Prozent gewachsen.

Derweil sank der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn im Halbjahr stärker als der Umsatz, nämlich um vier Prozent auf 8,69 Milliarden Euro. Allerdings hatten Analysten mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Die dazugehörende operative Marge blieb mit 22,5 Prozent nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Damit hat das Unternehmen laut Analyst Adam Cochrane von der Deutschen Bank die Erwartung seiner Bank deutlich übertroffen.

"Wir werden die Margen zwar weiterhin sehr genau im Auge behalten, gehen aber mit neuem Vertrauen in die zweite Jahreshälfte", sagte Vorstandsvorsitzender Bernard Arnault laut Mitteilung. Unter dem Strich verdiente LVMH in den sechs Monaten mit knapp 5,7 Milliarden Euro etwa so viel wie ein Jahr zuvor.

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