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Kuba bestätigt erstmals Gespräche mit Trumps Regierung 13.03.2026, 17:11 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

HAVANNA (dpa-AFX) - Erstmals seit Beginn der jüngsten Spannungen mit Washington hat Kuba formelle Gespräche mit der US-Regierung bestätigt. "Kubanische Vertreter haben kürzlich Gespräche mit Vertretern der US-Regierung geführt, um auf dem Wege des Dialogs nach einer möglichen Lösung für die zwischen beiden Ländern bestehenden bilateralen Differenzen zu suchen", sagte der Präsident des sozialistischen Landes, Miguel Díaz-Canel. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mehrfach über laufende Kontakte mit Kuba gesprochen, die von Havanna bisher nicht bestätigt worden waren.

Die wirtschaftlich schwer angeschlagene Karibikinsel steht unter erhöhtem Druck aus Washington. Trump hatte zuletzt durch eine Ölblockade und Zolldrohungen gegen Kubas Öllieferanten den Zugang zu Öl für die Insel weitgehend gestoppt. US-Außenminister Marco Rubio sprach daraufhin von notwendigen wirtschaftlichen Reformen auf der Insel - möglicherweise als Schritt, um später auch eine politische Öffnung zu erreichen.

Die Gespräche mit Washington dienen laut Díaz-Canel dazu, Probleme zwischen den beiden Ländern zu identifizieren, Lösungen zu suchen und Bereiche der Zusammenarbeit zu finden. Der Austausch mit Washington sei durch "internationale Akteure" begünstigt worden, sagte er, ohne nähere Einzelheiten zu nennen.

In der Vergangenheit hat unter anderem der Vatikan bei Spannungen eine Brücke zwischen Havanna und Washington gebaut. Am Donnerstag hatte Kuba überraschend die Freilassung von 51 Häftlingen angekündigt

- mit dem Hinweis, dies sei das Ergebnis der engen Kontakte mit dem

Heiligen Stuhl. Im Jahr 2014 vermittelte Papst Franziskus die historische vorsichtige Annäherung der beiden Ländern unter dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama und dem kubanischen Revolutionsführer Raúl Castro. Ob der Vatikan nun auch bei den aktuellen Gesprächen eine Rolle spielt, ist unklar.

Schwierige Beziehungen seit Revolution 1959 unter Fidel Castro

Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit der sozialistischen Revolution unter Fidel Castro 1959 angespannt. Unter Trump übte Washington zuletzt erhöhten Druck aus - nicht zuletzt auch nach dem spektakulären Coup der USA, mit dem im Januar Venezuelas autoritärer Präsident Nicolás Maduro in der Hauptstadt Caracas festgenommen und in die USA ausgeflogen wurde. Damit brach einer der wichtigsten Unterstützer Kubas - allen voran durch Öllieferungen - weg.

Trump hatte Anfang März gesagt, er sei persönlich zusammen mit Rubio an Verhandlungen mit Kuba beteiligt. "Kuba befindet sich in den letzten Augenblicken seines bisherigen Bestehens. Es wird ein neues Leben beginnen", sagte er damals auf einem Gipfel mit konservativen Regierungschefs aus Lateinamerika und der Karibik. Das nur rund 150 Kilometer von Florida entfernte Land habe kein Geld und kein Öl mehr und sei eine "Katastrophe".

Kuba hatte die Gespräche bisher nicht bestätigt - und sie sogar verneint. Nur informelle "Austausche" mit US-Vertretern habe es gegeben, sagte etwa der Vizeaußenminister Carlos Fernández de Cossio. Nach der Ankündigung von Díaz-Canel meldete sich Fernández auf der Plattform X.

"Es ist ein schwieriger Prozess", schrieb er. Es bleibe abzuwarten, wie das Ergebnis ausfallen werde und ob tatsächlich die Bereitschaft bestehe, den Wirtschaftskrieg gegen Kuba zu beenden. Havanna führt die wirtschaftliche Krise auf der Insel auf das seit mehr als 60 Jahren bestehende Handelsembargo der USA zurück./aae/jv/DP/men

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