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Schmierstoffhersteller Fuchs rechnet 2025 mit Zuwächsen - Kursrutsch 21.03.2025, 13:07 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FUCHS Pref 34,04 EUR -1,82 % Lang & Schwarz

(neu: Aussagen aus der Pressekonferenz, Aktienkurs)

MANNHEIM (dpa-AFX) - Der Schmierstoffhersteller Fuchs will im laufenden Jahr Umsatz und Ergebnis steigern. Der Erlös soll 2025 auf 3,7 Milliarden Euro wachsen, wie das Unternehmen am Freitag in Mannheim mitteilte. 2024 stagnierte der Umsatz der Gruppe im Jahresvergleich mit rund 3,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) taxiert Fuchs für 2025 auf rund 460 Millionen Euro und damit knapp sechs Prozent über dem Vorjahrwert. Hier hatten Analysten etwas mehr auf ihren Zetteln. Bei beiden Kennziffern peilt das Unternehmen neue Bestmarken an.

Die Fuchs-Verzugsaktie gab jedoch zuletzt um mehr als sechs Prozent auf 45,22 Euro nach und war damit größter Verlierer im MDax , dem Index der mittelgroßen Werte. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier allerdings immer noch elf Prozent gewonnen.

Geopolitisch sei die Lage unvermindert mit Unsicherheiten behaftet, sagte Unternehmenschef Stefan Fuchs laut einer Mitteilung. Mit mehreren Kriegen und zunehmenden nationalistischen Entwicklungen sei das Gefüge in der globalen Wirtschaft aus den Fugen geraten. Besonders in Deutschland, aber auch in anderen Ländern Europas habe sich die Konjunktur stark eingetrübt. Es sei schwer zu beurteilen, wie sich dies auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung sowie die Rohstoff- und Verkaufspreise auswirken werde.

Der Unternehmenschef geht davon aus, dass die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle kommen werden. Der Schmierstoffhersteller habe sich darauf vorbereitet, sagte der Manager. Das Leben in den USA werde durch die Zölle teurer. Sie würden den Schmierstoffhersteller aber kaum treffen, da er alles in den USA herstellen könnte. Vollständig könne sich Fuchs der konjunkturellen Lage aber nicht entziehen. Momentan sei die US-Konjunktur etwas eingetrübt. Er rechnet aber damit, dass die Regierung dieser Entwicklung entgegenwirkt. Derweil will das Unternehmen weiter zukaufen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen unter anderem Lubcon aus dem hessischen Maintal, einen Hersteller von Hochleistungs-Spezialschmierstoffen, und den Schweizer Industrieschmierstoff-Hersteller Strub erworben. Anfang 2025 folgte der Kauf des Spezialschmierstoff-Herstellers Boss aus Albstadt.

Das operative Ergebnis (Ebit) von Fuchs legte 2024 um fünf Prozent auf 434 Millionen Euro zu. Dazu trugen alle Regionen bei. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 302 Millionen Euro - ein Anstieg um sieben Prozent. Während die Ergebnisse die Markterwartungen leicht verfehlten, lag der Umsatz in der von Analysten im Schnitt geschätzten Höhe. Die Dividende soll für Vorzugsaktionäre um sechs Cent auf 1,17 Euro je Aktie steigen.

Für das Unternehmen, das knapp 6.800 Mitarbeiter beschäftigt, ist vor allem die Auto- und Nutzfahrzeugindustrie wichtig. Fuchs macht rund 30 Prozent des Umsatzes mit diesen Bereichen. Der Umbruch vom Verbrennungsmotor hin zum Elektromotor führt deshalb auch bei Fuchs zu Veränderungen. Daneben hat der Konzern auch Kunden aus Bereichen wie Maschinenbau, Metallverarbeitung, Bergbau, Luft- und Raumfahrt sowie Land- und Forstwirtschaft.

Demnächst wird das Unternehmen gleich zwei Vorstandposten neu besetzen. Die Verträge von Finanzchefin Isabelle Adelt und Technikchef Sebastian Heiner wurden nicht verlängert, wie das Unternehmen bereits Anfang März bekanntgegeben hatte. Es habe nicht zu 100 Prozent gepasst, was aber in der heutigen Zeit notwendig sei, begründete der Fuchs-Chef diesen Schritt. Der Aufsichtsrat habe sich seit Juli mit den Personalien beschäftigt.

Nachfolgerin von Adelt wird zum 1. Mai Esma Saglik. Die 49-Jährige führt seit 2020 die Finanzen von Rehau Industries. Heiners Aufgaben übernimmt ab 1. August Mathieu Boulandet. Zuletzt verantwortete er bei Castrol das globale Marine- und Energiegeschäft./mne/stw/jha/

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