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Schnee und Eis beherrschen den Alltag in Teilen Europas 08.01.2026, 17:38 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

(Aktualisierung: Ein Toter nach Hochwasser in Albanien.)

LONDON/PARIS/PRAG (dpa-AFX) - Schnee, Glätte und klirrende Kälte: Wie in Deutschland führt auch in vielen anderen Teilen Europas das eisige Winterwetter zu Einschränkungen. Im Norden Schottlands bleiben viele Schulen bereits den vierten Tag in Folge wegen starken Schneefalls geschlossen. Der britische Wetterdienst Met Office warnt zudem vor dem nächsten Sturmtief, das Schnee und teils gefährliche Stürme in Teile des Vereinigten Königreichs bringen und damit Einschränkungen auslösen soll.

Für die Gebiete Cornwall und die Scilly-Inseln im Südwesten Englands gab das Met Office sogar die Warnstufe Rot aus. Demnach droht durch den Sturm, den britische Medien als "Wetter-Bombe" bezeichnen, Lebensgefahr.

Frankreich wappnet sich

Auch Frankreich rüstet sich für das Sturmtief "Goretti", das mit erwarteten Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde ab Donnerstagabend über den Nordwesten des Landes hinwegziehen sollte.

Für 27 Departements wurde die Unwetterwarnstufe Orange erlassen, für die Region am Ärmelkanal die höchste Warnstufe Rot. Dort bleiben am Freitag die Schulen geschlossen, teilweise kommt es zu Ausfällen im Bahnverkehr.

Die erwarteten spektakulären Sturmwellen an der Küste locken auch Touristen an: In Saint-Malo etwa sprach ein Hotelinhaber von zusätzlichen Reservierungen, berichtete der Sender BFMTV.

In Schweden bescherte der Schnee vielen Schulkindern vor allem im Norden und Westen einen freien Tag. In manchen Regionen des Landes sollte es am Donnerstag lokal bis zu 60 Zentimeter Neuschnee geben. Vor allem im Norden standen Busse und Züge still.

Haushalte ohne Strom

Nicht nur im Norden und Westen beherrscht das winterliche Wetter den Alltag der Menschen. In Südosteuropa verursachten Schnee und vereiste Straßen bei Tiefsttemperaturen im zweistelligen Minusbereich Verkehrsbehinderungen und Stromausfälle. In Rumänien sind rund 11.000 Haushalte ohne Strom, auch in Serbien gab es wetterbedingt Stromausfälle.

Ein Toter nach Hochwasser in Albanien

In mehreren Teilen Albaniens traten nach viel Regen und Schneefall mehrere Flüsse über die Ufer, hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. In der albanischen Adria-Hafenstadt Durres wurde die Leiche eines Mannes in einem Abwasserkanal gefunden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, ob Fahrlässigkeit beim Betrieb eines nahen Wasserkraftwerks unter Hochwasser-Bedingungen diesen Todesfall mit verursacht haben könnte.

Auch im benachbarten Kosovo stiegen die Pegel der Flüsse bedrohlich an, mindestens 15 Familien wurden in Sicherheit gebracht. Bei Leposavic im Norden des Landes beschädigte der über die Ufer getretene Fluss Ibar eine Brücke. Auch im Südosten Bulgariens machen Überschwemmungen nach starken Regenfällen den Menschen zu schaffen. Berichte über Verletzte oder Tote gab es zunächst nicht.

Eisig ist es auch in Tschechien: In Prag lag die Tiefsttemperatur bei minus 10,8 Grad Celsius. In den Skigebieten im Erzgebirge und im Riesengebirge freuten sich Wintersportler über ausgezeichnete Bedingungen.

Gute Aussichten für Wintersportler

In den österreichischen Alpen erwarten die Meteorologen in den nächsten Tagen 10 bis 30 Zentimeter Neuschnee. Vereinzelt könnte es auch ein halber Meter werden, so ein Experte des Wetterdienstes Geosphere Austria./pba/DP/men

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