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Chipausrüster ASML erzielt Rekordwerte im Quartal - Aktienrückkauf 28.01.2026, 17:14 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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(neu: Aussagen aus Analystenkonferenz)

VELDHOVEN (dpa-AFX) - Der ungebremste KI-Boom treibt die Geschäfte des Chipausrüsters ASML weiter kräftig an. Im Schlussquartal erzielten die Niederländer bei Umsatz und Auftragseingang jeweils einen Rekordwert. Für 2026 peilt das Unternehmen ein weiteres Umsatzwachstum an. Zudem teilte es am Mittwoch im Zuge der Veröffentlichung aktueller Geschäftszahlen mit, bis Ende 2028 eigene Aktien im Wert von bis zu 12 Milliarden Euro zurückzukaufen.

Am Aktienmarkt kam dies zunächst gut an: Die Aktie legte deutlich zu. Im Zuge der Analystenkonferenz zu dem vorgelegten Zahlenwerk kamen die Titel aber immer deutlicher unter Druck. Zuletzt verloren sie knapp zwei Prozent. Experten machen sich Sorgen, ob ASML seine Kapazitäten schnell genug ausweiten kann, um die steigende Nachfrage zu befriedigen. Das Unternehmen selbst zeigte sich entspannt.

Das Papier befindet sich seit Anfang September im Aufwind und der Wert hat sich seitdem fast verdoppelt. Seit dem Jahreswechsel beläuft sich das Kursplus auf knapp 30 Prozent.

ASML steigerte im Schlussquartal 2025 die Erlöse von rund 7,5 Milliarden Euro im Vorquartal auf 9,7 Milliarden Euro. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten. Die Bruttomarge verbesserte sich im Quartalsvergleich um 0,6 Prozentpunkte auf 52,2 Prozent, womit ASML ebenfalls besser abschnitt als gedacht. Stark entwickelte sich der Auftragseingang: Hier holte ASML Neugeschäft im Wert von fast 13,2 Milliarden Euro herein. Analysten hatten mit rund der Hälfte gerechnet.

"In den letzten Monaten haben viele unserer Kunden eine deutlich positivere Einschätzung der mittelfristigen Marktsituation abgegeben", sagte der Vorstandsvorsitzende Christophe Fouquet. Diese basierten in erster Linie auf robusteren Erwartungen hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Nachfrage im Bereich KI. Dies spiegele sich in einer deutlichen Ausweitung der mittelfristigen Kapazitätspläne der Kunden und im Rekordauftragsbestand von ASML wider.

ASML stellt als einziges Unternehmen Extrem-Ultraviolett-Lithografie-Geräte her, die für die Produktion von Mikrochips mit immer kleineren Strukturen und höherer Leistung verwendet werden. Zu den Kunden zählen alle führenden Chiphersteller, darunter Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) und Intel . Die Maschinen von ASML sind unverzichtbar für die Herstellung der KI-Beschleuniger von Nvidia , die das Rückgrat für das Training und den Betrieb von KI-Modellen in Rechenzentren bilden.

Für das erste Quartal geht der Spezialist für Lithographie-Systeme zur Herstellung modernster Computerchips, die auch für KI-Anwendungen wichtig sind, von guten Geschäften aus. Der Umsatz soll 8,2 bis 8,9 Milliarden Euro erreichen und die Bruttomarge soll 51 bis 53 Prozent betragen. Analysten hatten hier mit dem oberen Ende der Prognosespanne gerechnet.

Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen Umsätze von 34 bis 39 Milliarden Euro an, bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. 2025 summierten sich die Erlöse auf knapp 32,7 Milliarden Euro; die Marge betrug 52,8 Prozent.

In der vergangenen Woche bezeichnete der Nvidia-Chef Jensen Huan den Ansturm auf den Bau von Rechenzentren, die KI-Modelle betreiben können, als den "größten Infrastrukturausbau in der Geschichte der Menschheit". In den kommenden Jahren seien zusätzliche Investitionen in Höhe von "Billionen Dollar" erforderlich, sagte Huang auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Derweil kündigte ASML in einem Schreiben an die Mitarbeiter eine Straffung in der Technologie- und IT-Organisation an. Dies könnte zu einem Abbau von netto rund 1.700 Stellen führen. Davon betroffen seien vor allem Arbeitsplätze in den Niederlanden, aber auch in den USA./mne/err/stk/he

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