ROUNDUP

Abgaben auf KI? SPD-Fraktion berät über Zukunft der Arbeit 03.09.2026, 14:52 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die SPD will mögliche Steuern und Abgaben beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik auf die Tagesordnung setzen. Wenn KI zunehmend Arbeitsplätze ersetze, dann seien Beiträge in die Sozialversicherung eine der Fragen, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch vor einer Klausursitzung seiner Fraktion.

Es geht darum, technischen Fortschritt und gute Arbeit in Zukunft zu verbinden. "Und hier erleben wir mit dem Thema künstliche Intelligenz eine Revolution, wo wir auch die politischen Rahmenbedingungen letztlich setzen müssen. Denn die Frage ist nicht, ob das passiert, sondern die Frage ist, wie es passiert", sagte Miersch.

Die SPD-Bundestagsfraktion will bis Freitag über die Zukunft der Arbeit diskutieren und dazu auch Fachleute hören. Unter den Gästen ist auch der Schauspieler und Entertainer Hape Kerkeling, der einen Impuls geben soll. Sein Vortrag hat den Titel: "Alles Ansichtssache? Wo die Toleranz in einer Demokratie ihre Grenzen hat und worauf es jetzt ankommt".

Kerkeling steht für den Einsatz für Demokratie und Toleranz

Die Rede und Diskussion mit Kerkeling war hinter verschlossenen Türen geplant. "Hape Kerkeling wollte ganz bewusst auch dieses Treffen nicht im öffentlichen Rahmen. Wir wollen keine Showveranstaltung daraus machen", sagte Miersch dazu. Kerkeling sei für viele Menschen ein Beispiel für den Einsatz für Demokratie und Toleranz.

Der 61 Jahre alte Kerkeling - vielen bekannt durch Rollen wie die des rheinisch-jovialen Vize-Chefredakteurs Horst Schlämmer ("Isch kandidiere") - hat stets auch politische Positionen bezogen. Im April sprach er zum Gedenken an die Befreiung des KZ Buchenwald. Im Internet läuft eine Petition mit der Forderung, ihn im kommenden Jahr zum Bundespräsidenten zu wählen.

Der SPD-Fraktionschef betonte, Krisen seien keine Ausnahme mehr. Fast tagtäglich gebe es Angriffe der unterschiedlichsten Art. "Wir haben weiter den Krieg in Europa, und viele Menschen sind zutiefst verunsichert, machen sich Sorgen, wie es weitergeht, auch in dem privaten Bereich, im Arbeitsplatzbereich, aber auch im Persönlichen", sagte er.

SPD-Fraktionschef warnt vor weiterer Eskalation

Miersch unterstützte die Reaktion der Bundesregierung auf den Russland zugeschriebenen Drohnenangriff auf dem Flughafen Leipzig. "Ich halte es für angemessen, wie reagiert worden ist, und trotzdem müssen wir alles dafür tun, dass es nicht eine weitere Eskalation gibt", sagte Miersch.

Es sei deswegen wichtig, den Gesprächsstrang nie zu verlassen und immer wieder versuchen auch zu erneuern, sagte Miersch. Er sei sich sicher, dass es dazu ein Einvernehmen in der Bundesregierung und unter den Europäern gebe.

Die Bundesregierung hatte am Dienstag ein ganzes Bündel von Vergeltungsmaßnahmen gegen Russland angekündigt. Dazu zählen die Schließung des Russischen Hauses in Berlin - das Kulturinstitut steht im Verdacht, als Tarnung für Spionagezwecke zu dienen - und des Generalkonsulats in Bonn sowie die damit verbundene Ausweisung zahlreicher Diplomaten. Zudem soll es verschärfte Einreisekontrollen für Russen sowie ein härteres Vorgehen gegen die russische "Schattenflotte" geben.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer