ROUNDUP

Adidas strebt bis 2028 deutliches Gewinnplus an - Markt enttäuscht 04.03.2026, 10:14 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
adidas 146,35 EUR -0,83 % Lang & Schwarz

HERZOGENAURACH (dpa-AFX) - Der Sportartikelhersteller Adidas sieht sich ungeachtet der konjunkturellen und geopolitischen Turbulenzen für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Dabei zeigt sich das Unternehmen optimistisch für die weitere Entwicklung der Branche und strebt bis 2028 deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn an. Der Aufsichtsrat verlängerte zudem den Vertrag von Konzernchef Björn Gulden bis 2030. Investoren reagierten aber verschnupft auf den Ausblick.

"Wir haben das Glück, in einer Branche zu sein, die Konsumprodukte für viele Segmente verkauft. Wir bieten Produkte für Sport, Komfort, Lifestyle und Mode. Wir sind sehr zuversichtlich, dass alle diese Segmente weltweit weiter wachsen werden, und wir sind auch sehr zuversichtlich, dass wir unsere Marktanteile weiter ausbauen werden", erklärte Gulden am Mittwoch bei der Vorlage der Jahreszahlen in Herzogenaurach.

Im laufenden Jahr soll der Umsatz währungsbereinigt im hohen einstelligen Prozentbereich steigen. In absoluten Zahlen wäre dies ein Plus von 2 Milliarden Euro. 2025 waren die Erlöse der Marke Adidas währungsbereinigt um 13 Prozent auf einen Rekordwert von 24,8 Milliarden Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis soll sich von knapp 2,1 Milliarden auf rund 2,3 Milliarden Euro verbessern. Das lag unter den Erwartungen der Analysten. Allerdings dürften Zölle und Währungseffekte den Gewinn mit 400 Millionen Euro belasten.

Am Aktienmarkt kam dies im frühen Handel nicht gut an. Die im Dax notierte Aktie fiel zum Auftakt um fast sechs Prozent. Es sei dasselbe Prozedere wie in jedem Jahr, schrieb Felix Dennl von der Bank Metzler, der den Ausblick "konservativ" nannte und sich entsprechend optimistisch zeigte, dass es noch Spielraum nach oben gibt. Adidas hatte in den vergangenen zwei Jahren regelmäßig seine Prognosen erhöht. Der Ausblick auf 2026 liege umsatzseitig über den Markterwartungen, beim operativen Ergebnis sei er aber schwächer, hieß es von der Citigroup.

Bis 2028 soll der Umsatz pro Jahr währungsbereinigt ebenfalls im hohen einstelligen Prozentbereich steigen und das Betriebsergebnis sich im Schnitt im mittleren Zehner-Prozentbereich pro Jahr verbessern. Zudem soll im Jahr 2028 eine operative Marge von über zehn Prozent erreicht werden - nach 8,3 Prozent im vergangenen Jahr. "Um das zu erreichen, werden wir uns auch weiter darauf konzentrieren, konsumentenorientiert und die globale Sportmarke mit einem lokalen Mindset zu sein", so Gulden. Er kündigte an, die Komplexität von Adidas weiter reduzieren zu wollen. Zudem müsse sichergestellt werden, "dass wir unsere Systeme, Prozesse und Organisation an die neue Realität auf dem globalen Markt anpassen."

Aktionäre können sich über höhere Rückflüsse in Form von höheren Dividenden und weiteren Aktienrückkäufen freuen. So sollen 2027 und 2028 jeweils Papiere im Wert von bis zu einer Milliarde Euro zurückgekauft werden, wenn die Bedingungen es zulassen, so Adidas. Für das laufende Jahr hat Adidas bereits ein Programm in dieser Höhe angekündigt.

Adidas hat bereits Ende Januar vorläufige Zahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht. Dabei profitierte das Unternehmen von währungsbereinigt zweistelligen Wachstumsraten in allen Märkten und Vertriebskanälen. Der starke Euro belastete den Umsatz hingegen insgesamt mit einer Milliarde Euro. Gut lief das Geschäft vor allem mit Schuhen und Bekleidung. Das Unternehmen hatte zuletzt unter anderem mit der Wiederauflage von Retro-Produkten massiv gepunktet.

Unter dem Strich stieg der Gewinn im fortgeführten Geschäft um 67 Prozent auf fast 1,4 Milliarden Euro. Aktionäre sollen mit 2,80 Euro eine um 40 Prozent höhere Dividende erhalten.

Zur Hauptversammlung steht unterdessen ein Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats an. So endet das Mandat von Bertelsmann-Chef Thomas Rabe mit der Hauptversammlung am 7. Mai. Sein Nachfolger soll Nassef Sawiris werden, der seit 2016 in dem Gremium sitzt und seit 2025 stellvertretender Vorsitzender ist. Der ägyptisch-belgische Unternehmer hält über seine Holding NNS Adidas zufolge eine "wesentliche" Beteiligung. Als neues Mitglied des Aufsichtsrats soll außerdem Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer, zur Wahl vorgeschlagen werden./nas/men/stk

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,76
Hebel: 19
mit starkem Hebel
Ask: 3,45
Hebel: 4
mit kleinem Hebel
Smartbroker
UBS
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: WA0YRS UQ7QM8. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
News-Kommentare
Thema
1 Biontech kehrt zu seinen Wurzeln zurück Hauptdiskussion
2 Trump: Geplanter Angriff auf Iran gestoppt Hauptdiskussion
3 ROUNDUP 2/Trump droht: 'Für den Iran tickt die Uhr' Hauptdiskussion
4 Taiwans Präsident bangt um Sicherheitsversprechen der USA Hauptdiskussion
5 ROUNDUP/Trump droht: 'Für den Iran tickt die Uhr' Hauptdiskussion
6 Tesla-Absturz: Musk wie immer mit neuen Ankündigungen Hauptdiskussion
7 Kiew erhält mehr als 500 Soldatenleichen zurück Hauptdiskussion
Alle Diskussionen
Weitere News

6:10 Uhr • Artikel • dpa-AFX

6:05 Uhr • Artikel • dpa-AFX

6:05 Uhr • Artikel • dpa-AFX

5:50 Uhr • Artikel • dpa-AFX

5:50 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer