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Langfristig Auftrieb durch Optoelektronik für KI-Rechenzentren 30.04.2026, 11:44 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Chipindustrie-Ausrüster Aixtron DE000A0WMPJ6 blickt auch längerfristig optimistisch auf den Rückenwind durch den weltweiten Ausbau der KI-Kapazitäten. Bereits Mitte April hatte das Unternehmen wegen einer starken Nachfrage nach Anlagen für die Optoelektronik die Jahresziele angehoben. Wie Aixtron-Chef Felix Grawert nun am Donnerstag im Zuge der Veröffentlichung der vollständigen Resultate des ersten Quartals betonte, untermauerten die Aufträge auch die Geschäftsperspektiven über das Jahr 2026 hinaus und damit auch "den Beginn eines neuen strukturellen Wachstumstrends." Auf Maschinen im Bereich Optoelektronik werden etwa Laserkomponenten für die Datenübertragung in KI-Rechenzentren hergestellt.

Während die Nachfrage nach solchen Anlagen hoch war, blieb zum Jahresstart im Bereich der Leistungselektronik insbesondere die Nachfrage nach sogenannten SiC-Anlagen schwach, die für GaN-Anlagen hielt sich auf niedrigem Niveau stabil, wie es am Donnerstag weiter hieß. Beides überrascht aber kaum. So bekommt das Unternehmen schon länger die Folgen eher träger Märkte für Leistungshalbleiter auf Basis von Galliumnitrid (GaN) und Siliziumkarbid (SiC) zu spüren. Sie leiden unter einer teils tristen Nachfrage nach E-Autos, Smartphones und Laptops. Längerfristig soll es hier aber auch besser laufen.

Die vorläufigen Resultate des ersten Quartals sowie den neuen Jahresausblick bestätigte Aixtron am Donnerstag. Der Umsatz sank von Januar bis Ende März im Jahresvergleich um fast die Hälfte auf 59,4 Millionen Euro; vor Zinsen und Steuern fiel ein Verlust von gut 22 Millionen Euro an nach einem Plus von 3,3 Millionen vor einem Jahr. Unter dem Strich sank das Ergebnis von plus 5 Millionen auf minus 22 Millionen Euro.

Wegen des um fast ein Drittel auf 171 Millionen Euro gewachsenen Auftragsbestandes rechnet Grawert für 2026 seit Mitte April mit einem Umsatz von 530 bis 590 Millionen Euro. Zuvor hatte das Unternehmen jeweils 40 Millionen Euro weniger angepeilt. Die operative Marge für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll bei 17 bis 20 Prozent herauskommen, anstatt bei 16 bis 19 Prozent.

Für Analyst Craig McDowell von der Bank JPMorgen untermauern die aktuellen Zahlen die gestiegene Zuversicht in das Optoelektronik-Geschäft des kommenden Jahres, auch wenn der Umsatzausblick für das laufende zweite Jahresviertel 2026 eher schwach erscheine. Hier peilt Aixtron laut Mitteilung vom Mittwoch einen Umsatz von 100 bis 120 Millionen Euro an.

Die Aixtron-Aktie näherte sich am Donnerstag mit einem anfänglichen Anstieg um bis zu 7,6 Prozent bis auf wenige Cent ihrem jüngsten Mehrjahreshoch von 48,10 Euro. Am späten Vormittag notierte sie noch knapp vier Prozent im Plus bei 46,46 Euro und damit weit vorn im MDax DE0008467416, dem Index der mittelgroßen Börsenwerte hierzulande. Allein 2026 hat der Aixtron-Kurs bereits fast 170 Prozent zugelegt. Treiber ist vor allem die nun auch zunehmende Aussicht auf gute Geschäfte rund um Maschinen für wichtige KI-Technik.

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