ROUNDUP/Aktien Europa Schluss

Abbruch der Iran-Gespräche bremst - Ungarn stark 13.04.2026, 18:22 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
FTSE 100 10.587,26 PKT +0,30 % Ariva Indikation
E-Stoxx 50 5.916,30 PKT -0,46 % Ariva Indikation
CAC 40 8.258,93 PKT +0,04 % Ariva Indikation
SMI 13.164,64 PKT -0,56 % Ariva Indikation

Nach den vorläufig gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben Europas wichtigste Aktienmärkte am Montag nachgegeben. Eine Ausnahme bildete die ungarische Börse, die - beflügelt vom klaren Wahlsieg der Tisza-Partei von Oppositionsführer Peter Magyar und der Abwahl von Victor Orban - deutlich zulegte.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 sank um 0,36 Prozent auf 5.905,02 Punkte, womit er seine Verluste gegen Handelsende etwas eindämmte. Außerhalb des Euroraums verlor der schweizerische SMI CH0009980894 0,28 Prozent auf 13.145,91 Zähler. Der britische FTSE 100 GB0001383545 schloss mit minus 0,17 Prozent auf 10.582,96 Punkte.

Der Budapester Leitindex Bux XC0009655090 gewann fast 5 Prozent. Die Tisza-Partei erreichte bei den Wahlen in Ungarn eine Zweidrittelmehrheit im neuen Parlament. Damit beendet der künftige Ministerpräsident Magyar die 16-jährige Herrschaft seines autokratischen Vorgängers Viktor Orban. Die Anleger setzen darauf, dass die neue Regierung marktfreundliche Reformen umsetzen wird, um die Freigabe eingefrorener EU-Gelder in Milliardenhöhe zu ermöglichen.

US-Präsident Donald Trump hatte unterdessen in Reaktion auf die abgebrochenen Nahost-Gespräche eine Seeblockade der Straße von Hormus angekündigt, die ab diesem Montag 16 Uhr (MESZ) in Kraft sein soll. Die US-Marine werde alle Schiffe blockieren, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen, sagte Trump. Die Vereinigten Staaten wollen damit verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden.

Pakistan will derweil die Differenzen zwischen den USA und dem Iran ausräumen. Es werde "mit voller Kraft daran gearbeitet, die noch offenen Probleme zu lösen", sagte Premierminister Shehbaz Sharif.

Aus Branchensicht waren Aktien aus dem Telekomsektor EU0009658947 die größten Verlierer. Es belasteten Kursverluste von über 6 Prozent für die am EuroStoxx-Ende gelandeten Titel der Deutschen Telekom DE0005557508 nach einem negativ aufgenommenen Analystenkommentar. Die jüngste Kurserholung der T-Aktien sei etwas zu üppig gewesen, denn über den Aussichten für das US-Geschäft zeigten sich durchaus Wolken, schrieb Akhil Dattani von JPMorgan.

Touristik- und Luftfahrtwerte CH0019112744 wurden ebenfalls gemieden, während Papiere aus dem Ölsektor EU0009658780 weit vorne lagen. Die Kurse spiegelten damit einmal mehr die Entwicklung der Ölpreise wieder, die am Montag im Zuge der vorerst gescheiterten US-Iran-Gespräche wieder Auftrieb bekamen.

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