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Börsen wieder im Minus - Unsicherheit bleibt 24.03.2026, 09:59 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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DAX 22.896,72 PKT +0,22 % Ariva Indikation
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Die anhaltende Unsicherheit rund um den Iran-Krieg lässt die Anleger nicht los. Im Mittelpunkt stand am Dienstag die Frage, ob die Zwischenerholung zu Wochenbeginn zunächst nur ein Strohfeuer war. Im frühen Handel konnte der Dax DE0008469008 zwar etwas zulegen, doch die Lage blieb angespannt. Nach einer halben Handelsstunde war der Leitindex dann auch mit einem halben Prozent ins Minus abgetaucht auf 22.549 Punkte.

Am Montag war der Dax zunächst klar unter die Marke von 22.000 Punkten gesackt auf ein Tief seit etwa elf Monaten, bevor eine Kurznachricht von US-Präsident Donald Trump Hoffnung auf ein mögliches Abkommen machte. Die Nachrichtenlage bleibt seitdem aber verworren, auch wegen gegenteiliger Signale des Iran. In der Nacht gab es in der Golfregion weitere Angriffe. Der Preis für ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent blieb über 100 US-Dollar. Auch veröffentlichte Einkaufsmanagerindizes konnten das Bild nicht aufhellen.

Das Gesamtbild an den Weltbörsen war am Dienstag durchwachsen. In Asien wurden zwar die Vortagsgewinne nachgeholt, aber im Handelsverlauf deutlich begrenzt. In der zweiten deutschen Börsenliga sank der MDax DE0008467416 zuletzt auch um fast ein halbes Prozent auf 28.101 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 lag zuletzt aber nur knapp mit 0,05 Prozent im Minus.

Der Börsenbrief-Autor Hans Bernecker erwähnte am Morgen wieder einmal den sogenannten "TACO-Trade", der für "Trump Always Chickens Out" steht und die Erwartung ausdrückt, dass Trump bei seinen Ankündigungen Rückzieher macht. Offenbar habe er die Situation als so verfahren angesehen, dass er sich und den Märkten erst einmal etwas Luft verschaffen wollte. Wegen der Wankelmütigkeit Trumps stellt der Experte aber ein großes Fragezeichen dahinter, ob ein baldiges Kriegsende realistisch ist.

Zu Belastung für den Dax wurde die fast fünf Prozent tiefere SAP-Aktie. Nachdem die US-Bank JPMorgan ihr bisher optimistisches Votum für das Index-Schwergewicht aufgegeben hat, erreichten die Aktien ein Tief seit mehr als einem Jahr. Toby Ogg argumentierte, das Bild einer erwarteten Wachstumsbeschleunigung und Margenexpansion habe sich geändert. Er sieht ein Problem in einer verlangsamten Auftragsentwicklung im Cloud-Geschäft und befürchtet Ergebnisschwankungen durch den Umbau des Geschäftsmodells.

Auch die BayerDE000BAY0017-Aktien waren am Morgen mit mehr als zwei Prozent Minus unter den großen Dax-Verlierern. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, will der 2023 eingestiegene Aktionär Inclusive Capital Partners ein Aktienpaket des Pharmakonzerns los werden. Ein Händler vermutet, dass der dahinter steckende aktivistische Investor Jeff Ubben das Potenzial des zuletzt deutlich angezogenen Kurses als ausgeschöpft betrachtet.

Vor dem Hintergrund der Unsicherheit im Zuge des Nahost-Konflikts sorgte die Deutsche Bank im Chemiesektor für Gesprächsstoff mit einer Reihe an Umstufungen. Dazu zählt, dass Analystin Virginie Boucher-Ferte in BASF DE000BASF111 und Brenntag DE000A1DAHH0 letztlich Profiteure sieht, die sie nun zum Kauf empfiehlt. Beide Aktien gehörten mit einer Erholung um bis zu 2,4 Prozent zu den Spitzenwerten im Dax.

Im Nebenwertebereich gab es am Dienstag Zahlen von Nagarro DE000A3H2200, Indus Holding DE0006200108 und Drägerwerk DE0005550636 auszuwerten - mit durchwachsenem Ergebnis. Indus entwickelten sich mit 1,3 Prozent Plus positiv nach einer angehobenen Dividende. Nagarro dagegen kamen mit 3,6 Prozent unter Druck nach einem vermeldeten Gewinnrückgang.

Klare Kursgewinne gab es beim Prothesenhersteller Ottobock DE000BCK2223 nach einer Kaufempfehlung der UBS. Die Titel setzten ihre Erholung fort mit einem Kurssprung um acht Prozent, nachdem der Analyst Graham Doyle schrieb, dass er nach dem massiven Kursrutsch inzwischen ein klares Chancen-Übergewicht sieht.

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