ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung

Dax gibt nach - Adidas-Aktien brechen ein 30.07.2026, 10:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Unter dem Eindruck hoher Kursverluste von Adidas DE000A1EWWW0 und einer wie erwartet ausgefallenen Leitzinsentscheidung der US-Notenbank kommt der Dax DE0008469008 am Donnerstag nicht voran. Der Leitindex gab zuletzt um 0,20 Prozent auf 25.409 Punkte nach. Etwas über 25.550 Zähler war das Kursbarometer in dieser Woche nicht hinausgekommen. An sein Rekordhoch von 25.900 Punkten kommt der Dax derzeit nicht heran.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen sank am Donnerstag um 0,46 Prozent auf 32.095 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 legte hingegen um 0,4 Prozent zu.

Im Tagesverlauf achten Marktteilnehmer auch auf Verbraucherpreise aus Deutschland. Am Abend nach US-Börsenschluss öffnen noch Apple US0378331005 und Amazon US0231351067 ihre Bücher.

Die US-Notenbank Federal Reserve hatte den Leitzins am Vorabend wie erwartet ein weiteres Mal unverändert gelassen. Damit bleibt die Spanne bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Geopolitisch bleibt die Lage im Iran angespannt. Als Antwort auf Irans Angriff gegen die US-Truppen im Nahen Osten griff das US-Militär in der Nacht wieder Ziele in der Islamischen Republik an.

Angesichts der Sorgen über KI-Kosten und der neuen gegenseitigen Angriffe im US-Iran-Konflikt sei die Stimmung auf dem Parkett verhalten, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Selbst die ausgebliebene Zinsanhebung durch die US-Notenbank könne nicht für neue Euphorie sorgen, weil man davon ausgehe, dass das Stillhalten nur vorläufig sein werde. "Eine Zinsanhebung durch die Fed später im Jahr wird immer wahrscheinlicher", so Stanzls Einschätzung.

Im Fokus stehen die Aktien von Adidas mit einem Kurseinbruch von mehr als 17 Prozent angesichts einer enttäuschenden Ergebnisentwicklung. Der Sportartikelhersteller erhöhte zwar die Umsatzprognose, höhere Kosten bremsen aber die Ergebnisentwicklung. Analyst James Grzinic von Jefferies sprach von einer beachtlichen Erhöhung der operativen Aufwendungen, welche die Schätzungen deutlich übertroffen hätten. Die starke Wachstumsdynamik im zweiten Quartal rücke daher etwas in den Hintergrund.

Nach einem trägen Jahresstart konnte der Hersteller von Duftstoffen und Aromen Symrise DE000SYM9999 im zweiten Quartal aus eigener Kraft wieder wachsen. Die Jahresziele bestätigte Symrise. Die Aktien gewannen 5,7 Prozent.

Knorr-Bremse DE000KBX1006 erhöhte nach einem robusten ersten Halbjahr die Prognose für das laufende Jahr. Die Papiere verloren dennoch gut 8 Prozent. Die neuen Ziele bis 2030 böten kaum Impulse, hieß es von der DZ Bank.

Die Anteile des Staplerherstellers und Lagerhaus-Spezialisten Kion DE000KGX8881 sanken nach der Zahlenvorlage um 6,5 Prozent. Auch für Nemetschek DE0006452907 ging es nach Quartalszahlen um 6,3 Prozent bergab, womit die Papiere des Bausoftwareherstellers ihrem zuletzt starken Lauf Tribut zollten.

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