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Dax nach Vortagserholung wieder unter Druck 11.03.2026, 10:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger bleiben am Mittwoch besorgt ob der Entwicklung im Nahen Osten. Der Dax kann deshalb seine Erholungsgewinne vom Vortag nicht verteidigen. Der deutsche Leitindex gab gegen Ende der ersten Handelsstunde um 1,6 Prozent auf 23.585 Punkte nach und zog auch den MDax um 1,3 Prozent auf 29.346 Zähler nach unten. Der Eurozonen-Leitindex fiel außerdem um 1,3 Prozent.

Laut den Experten der Helaba ist es noch zu früh, um auf nachhaltige Kursgewinne zu setzen. Nach Meinung des Experten Jochen Stanzl von der Consors Bank handelte es sich bei dem Vortagsplus nur um eine "technische Erholung", die noch keinen neuen Trend begründe. Mit einer belastbaren Bodenbildung rechnet er im besten Falle in ein bis zwei Wochen.

Der Energiemarkt bleibt weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger im Zuge des Iran-Kriegs. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, plant die Internationale Energieagentur (IEA) offenbar die größte Freigabe von Ölreserven ihrer Geschichte, um die Preisturbulenzen zu beruhigen. Darin sieht Stanzl aber nur eine "Lösung auf Zeit".

Neben dem geopolitischen Nachrichtenfluss müssen die Anleger am Nachmittag auch die jüngsten Zahlen zur Entwicklung der US-Verbraucherpreise im Februar verarbeiten. Die Fachleute der hessisch-thüringischen Landesbank wiesen aber darauf hin, dass diese den zuletzt massiven Anstieg der Benzinpreise noch nicht widerspiegeln.

Auf Unternehmensseite hat die Agenda zur Wochenmitte wieder einige Zahlenvorlagen auf höchster Ebene zu bieten. Das Feedback auf Rheinmetall und Henkel war jeweils sehr negativ, wie die Abschläge beider Aktien von fünf respektive 3,5 Prozent zeigten.

Das von Rheinmetall für 2026 angepeilte Wachstum konnte die Anleger im Rüstungsboom also wie zuletzt schon nicht mehr groß begeistern. Nach ihrer Rally aus den Vorjahren haben die Aktien 2026 ihre Mühe, sich im Plus zu behaupten. JPMorgan-Analyst David Perry sah den 2025 erzielten Umsatz und das operative Ergebnis etwas unter den Erwartungen.

Auch Henkel tut sich in diesem Jahr schwer, im Plus zu bleiben. In den vergangenen Tagen hatten die Aktien während des Iran-Kriegs schon viel Schwäche gezeigt. Nach einem schwachen Jahresergebnis bleibt das Management des Konsumgüterkonzerns für 2026 vorsichtig gestimmt. Der Experte Callum Elliott von Bernstein Research äußerte sich kritisch zur weiten Spanne des Margenausblicks.

Mit SAP konnte ein Dax-Schwergewicht mit einem Abschlag von 2,5 Prozent nicht davon profitieren, dass der US-Konkurrent Oracle seine hohen Investitionen in KI-Infrastruktur entgegen allen Zweifeln in Umsatzwachstum ummünzen kann - und seinen Aktien im außerbörslichen Handel damit viel Schub nach oben gab.

Im MDax war die Reaktion auf zwei vorsichtige Jahresausblicke besser. Titel der Porsche AG knüpften mit einem Anstieg um ein Prozent an ihre Vortagserholung an. Die positive Kursreaktion auf eigentlich schlechte Nachrichten suggeriert so etwas wie ein Gefühl des Aufbruchs unter den Anlegern.

Befreit wirkten aber die Anleger von Wacker Chemie , wie ein Kurssprung um 7,6 Prozent zeigt. Auch sie setzten damit einen Erholungsversuch fort. Analyst Chetan Udeshi von JPMorgan attestierte dem Spezialchemiekonzern einen immerhin beruhigenden Ausblick.

Wieder Verluste von 2,2 Prozent einstecken mussten am Mittwoch die Aktionäre der Lufthansa . Neben den kriegsbedingten Turbulenzen müssen sie sich auf das neue Problem einstellen, dass die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit an diesem Donnerstag und Freitag zu einem Streik aufgerufen hat.

Ein erneuter Kursrutsch um sieben Prozent drückte Gerresheimer . Der Verpackungshersteller kann den Geschäftsbericht für das Jahr 2025 in der Folge laufender Bilanzprüfungen erst nach dem 31. März veröffentlichen und muss daher voraussichtlich aus dem SDax absteigen. Die Aktie bleibt "nicht investierbar", sagte ein Händler.

Ein großer MDax-Verlierer war Delivery Hero mit einem Abschlag von 7,2 Prozent, nachdem die Bank of America ihr Votum auf "Underperform" gesenkt hat. Analyst Xavier Le Mené rechnet zunächst nicht mit größeren Bewertungsimpulsen durch derzeit stattfindende strategische Erwägungen. Besser erging es nach einer Kaufempfehlung von Kepler Cheuvreux dem SDax-Wert Vossloh mit 2,4 Prozent Plus./tih/stk

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