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Dax recht stabil - Anleger warten ab 17.03.2026, 09:46 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Dienstag relativ stabil gehalten. Nach einem soliden Wochenstart und trotz des wieder leicht höheren Ölpreises gab der deutsche Leitindex im frühen Handel nur moderat um 0,2 Prozent auf 23.515 Punkte nach. Der MDax der mittelgroßen Werte zeigte sich prozentual nahezu unverändert bei 28.955 Zählern. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx tendierte mit minus 0,1 Prozent leicht schwächer.

Es ist der nunmehr zwölfte Handelstag, seit die USA und Israel den Militärschlag gegen den Iran gestartet haben, und am deutschen Aktienmarkt scheinen die Hoffnungen auf ein rasches Ende des Kriegs hoch zu sein. "Die meisten haben sich offensichtlich dazu entschieden, die aktuelle Krise ohne große Handelstätigkeit auszusitzen", konstatierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

Dabei verwies er auf die insgesamt geringen Handelsumsätze. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets sieht den Dax nach den Verwerfungen an den Börsen infolge des Iran-Kriegs weiterhin auf Richtungssuche.

Aktuell kostet Rohöl der Nordseesorte Brent etwas mehr als am Vortag, wobei der Preis weiter über 100 US-Dollar liegt. Das Hoch lag vor rund einer Woche bei knapp 120 Dollar, was der höchste Stand seit 2022 war und heftige Konjunktur- und Inflationssorgen geschürt hatte. Besonders im Fokus stehen daher alle Nachrichten über den wichtigsten Versorgungsweg für Energielieferungen, die Straße von Hormus, die vom Iran faktisch blockiert ist.

Zunehmend in den Blick rücken aber auch die großen Zentralbanken. So entscheidet die US-Notenbank Fed am Mittwoch über ihren Leitzins, die EZB am Donnerstag, und auch in Großbritannien und Japan wird in dieser Woche über die Leitzinsen entschieden.

Spontane Zinsveränderungen in den USA und der Euroregion in dieser Woche werden zwar als unwahrscheinlich angesehen, doch erhoffe man sich "von den schriftlichen Statements oder zumindest von den Fragerunden mehr Einblicke, ob die Erwartung steigender Leitzinsen in der Eurozone und ausbleibender Zinssenkungen in den USA richtig ist", so Altmann.

Die steigenden Preise für Energie sorgten im Dax für Kursgewinne bei RWE und Eon . Die beiden Versorgeraktien gewannen an der Index-Spitze 1,2 und 1,7 Prozent. Rheinmetall gaben dagegen nach der jüngsten Kurserholung der Rüstungsaktie am Dax-Ende um 1,4 Prozent nach.

Die Aufmerksamkeit der Anleger galt aber vor allem Einzelwerten aus der zweiten und dritten Börsenreihe. So gab der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius vor dem Start seines Kapitalmarkttags an diesem Tag neue Mittelfristziele ab 2027 bekannt. Die Aktie war mit plus 4,6 Prozent Favorit im MDax. RBC-Analyst Charles Weston hob vor allem den Geschäftsbereich Bioprocess Solutions (BPS) positiv hervor. Dieser stehe besonders im Fokus der Anleger, und hier liege der Mittelpunkt der angegebenen Wachstumsspanne über der durchschnittlichen Analystenschätzung.

Fraport als zweitstärkster Wert kletterte um 3,4 Prozent. Zwar wird am Frankfurter Flughafen auch 2026 noch nicht wieder das Fluggast-Aufkommen erwartet, das es vor der Corona-Krise gegeben hatte, doch Analysten zeigten sich zufrieden mit den Zahlen und den Zielen des Flughafenbetreibers. Unter anderem wurde der freie Barmittelfluss positiv hervorgehoben, der im Vorjahr erstmals seit 2018 wieder positiv war. "Und damit ein Jahr früher", wie es bei JPMorgan hieß.

Im SDax hatten Springer Nature die Nase vorn mit plus 8,2 Prozent. Der Wissenschaftsverlag steigerte im abgelaufenen Jahr den Umsatz und den operativen Gewinn und gab zudem laut Händlern einen überraschend starken Ausblick. Energiekontor sackten dagegen nach einem negativen Analystenkommentar am Ende des Nebenwerte-Index um fast 10 Prozent auf ein Tief seit Ende Dezember ab./ck/stk

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